Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.01.2003

16:23 Uhr

Daten der Studie basieren offenbar auf zu geringer Anzahl von Untersuchungen

Trotz neuer Studie keine Entwarnung bei Acrylamid

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat entgegen den Ergebnissen einer jüngsten Studie keine Entwarnung bei acrylamidhaltigen Lebensmitteln gegeben. Die als Krebs erregend eingestufte Substanz stelle weiterhin ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Risiko für die Verbraucher dar, teilte das Institut am Donnerstag in Berlin mit.

Reuters BERLIN. Schwedische und amerikanische Wissenschaftler von der Harvard School of Public Health und dem Karolinska Institut hatten zu Wochenbeginn eine Studie veröffentlicht, die beim Menschen kein Krebs-Risiko sieht.

Das Bundesinstitut erklärte dagegen, auch wenn die Studie keine erhöhte Krebsrate festgestellt habe, sei dies kein Beweis gegen eine Krebs erregende Wirkung. Um dies eindeutig zu beantworten, müsse eine sehr große Zahl von Personen untersucht werden. Dies sei bislang in keiner Studie der Fall gewesen.

Acrylamid entsteht, wenn stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln oder Getreide bei Herstellung und Zubereitung stark erhitzt werden. Die Substanz löst wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge bei Tierversuchen Krebs aus und schädigt das Erbgut. Auch bei Menschen steht der Stoff im Verdacht, Krebs hervorzurufen. In den vergangenen Monaten waren in zahlreichen Lebensmitteln wie Pommes frites, Knäckebrot, Kartoffelchips oder Keksen Acrylamid gefunden worden. Die Hersteller von Pommes Frites in Deutschland hatten sich zuletzt darauf geeinigt, die Temperaturangaben bei der Zubereitung auf ein einheitliches Niveau zu senken.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×