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16.02.2003

16:50 Uhr

Datenübertragung per UMTS verzehnfacht

Turbo-Chip von Lucent macht UMTS-Handys schneller

Die zu Lucent gehörende Bell Labs haben einen Chip entwickelt, mit dem UMTS- Handys Datenpakete gegenüber der gegenwärtigen UMTS-Technologie zehnmal schneller übertragen können.

HANDELSBLATT, 17.2.2003

hsn DÜSSELDORF. Die zu Lucent gehörende Bell Labs haben einen Chip entwickelt, mit dem UMTS- Handys Datenpakete gegenüber der gegenwärtigen UMTS-Technologie zehnmal schneller übertragen können. Mit dem Chip können Mobiltelefone künftig Daten in der Geschwindigkeit von bis zu 24 Megabit pro Sekunde (Mbps) verschicken. Der Chip unterstützt die Fehlerkorrektur bei der Übertragung und soll in dieser Woche erstmals auf dem 3GSM-Congress in Cannes (18. bis 21. Februar 2003) präsentiert werden.

Die hohe Übertragungsleistung wird durch die Nutzung von so genannten "Turbo Codes" in dem Chip erreicht. Die Software unterstützt die Fehlerkorrektur beim Empfang der Signale, indem zu jedem Datenblock einige redundante Bits hinzugefügt werden. Diese zusätzlichen Bits unterstützen den Decoder bei der fehlerlosen Rückübersetzung des Signals beim Empfänger. Der Chip entspreche dem "High Speed Downlink Packet Access"- Standard (HSDPA) - einer Erweiterung des UMTS-Standards.

Lucent will die Technik an die Handyproduzenten in Lizenz vergeben. Entwickelt wurde das System von Lucents Forschungsteam in Australien, das bereits eine Technik zur besseren Ausnutzung des Frequenzspektrums entwickelt hat, mit der die theoretische Übertragungsleistung in UMTS-Netzen auf 19,2 Mbps gesteigert werden kann.

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