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24.01.2003

08:36 Uhr

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Davos Tagebuch (1): Sparen auf hohem Niveau

VonJoachim Dorfs, Handelsblatt

Die Überraschung kam schon gestern Abend beim Einchecken. "Den ,Ipaq? hätten wir gerne wieder", teilt die freundliche Hostess meinem Vordermann mit. Einzige Einschränkung: "Gegen eine Spende können Sie ihn natürlich behalten".

Dabei galt es bis jetzt als ungeschriebenes Gesetz, dass jeder Teilnehmer den Handheld von Hewlett-Packard - das zentrale Kommunikationsmittel auf dem Davoser World Economic Forum - mit nach Hause nehmen durfte. Wer seinen Pocket PC am Ende des Weltwirtschaftsforums zurückgab, erntete in den vergangenen Jahren lediglich ein skeptisches Hochziehen der Augenbrauen, verbunden mit der Frage: "Waren Sie nicht zufrieden?".

Ja, so hart kann es zugehen, wenn die Wirtschaft darniederliegt und die Börsenkurse purzeln. Die Realität hat auch Davos und seine Sponsoren eingeholt. Ging es vor einem Jahr in New York zwar ein wenig beengt und - nach den Attentaten des 11. September 2001 - auch ein wenig beunruhigt zu, war doch in Programm und Atmosphäre keine grundlegende Veränderung in den Koordinatensystemen der Teilnehmer zu spüren. Anders diesmal: Weniger Topmanager in den Schweizer Bergen, weniger Events für die Geschäftspartner und - symbolträchtigste Kürzung - keine große Samstagabendgala mit internationalen Stars und Sause am Pool. Da ist es schon konsequent, dass der Skipass nicht mehr gratis ist und die Bergbahnen nur eine schlappe Ermäßigung von 20% einräumen. Lediglich der öffentliche Pendelbus ist kostenlos - aber auch das passt ja zu einer Veranstaltung, die sich nicht nur zum Thema Managergehälter fragt: "How much is too much?"

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