Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.01.2003

12:48 Uhr

Zumindest war das früher so. Als das Weltwirtschaftsforum noch eine intime, überschaubare Veranstaltung war, verabredeten sich Unternehmenschefs und Politiker gerne zum Skilaufen auf der Parsenn oder zum Schlemmen auf der Schatzalp oberhalb von Davos. Man sah Uno-Generalsekretär im Skiladen bei der Skischuhprobe, traf Siemens-Chef Heinrich von Pierer in der Zahnradbahn. Alles ganz zwanglos, ohne Bodyguards und Termindruck. Manch einer der Unterhmer empfand den diskussionsfreien Tag und die Begegnung auf der Piste oder beim Raclette in einem der Nobelrestaurants auf dem Berg als den wichtigsten Grund, um nach Davos zu reisen.

Heute wird den "globals leaders" weniger Zeit für Muße eingeräumt. Der Sporttag besteht zwar noch, wurde aber drastisch verkürzt. Dieses Jahr bittet Medienmogul Hubert Burda zum Riesenslalom. Spätestens gegen Mittag aber heißt es wieder Platz nehmen im Kongressgebäude. Wenn US-Außenminister Colin Powell spricht, Brasiliens Präsident Lula da Silva sich vorstellt oder der jordanische König mit Forumsgründer Klaus Schwab über die Krise im Nahen Osten diskutiert, dann ist es vorbei mit Entspannung und Gemütlichkeit. Aber genau dafür sind die meisten schließlich nach Davos gepilgert: um Networking zu betreiben und einen Hauch der großen Politik zu erleben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×