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05.01.2001

17:32 Uhr

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Dax gut behauptet

Bis gegen 17.22 Uhr steigt der Dax um 0,1 % oder fünf Stellen auf 6 382. Damit hat der Index seine Gewinne vom Vormittag fast komplett abgegeben. Zwischenzeitlich war es zu starken Ausschlägen gekommen.

vwd FRANKFURT. Gut behauptet zeigt sich die Frankfurter Börse am Freitagnachmittag. Während die US-Arbeitsmarktdaten noch mit Euphorie aufgenommen worden waren und zu einem deutlichen Anstieg beim Börsenbarometer führten - in wenigen Minuten schoss der Dax von Plus einem Prozent auf Plus 1,7 % hoch - rutschen die Kurse seitdem wieder ab.

Zwischenzeitlich waren die Gewinne sogar komplett aufgezehrt. Ein Grund sei die schwache Wall Street, heißt es. "Die Sorgen sind noch im Markt" betont ein Experte. Man warte weiter auf positive Signale. Offensichtlich genüge die Entwicklung beim US-Arbeitsmarkt nicht, Befürchtungen vor einer Rezession in den USA zu zerstreuen. Gesucht sind am Berichtstag die Autotitel. VW steigen um rund drei Prozent auf 57,78 Euro, BMW klettern 3,6 % auf 36,51 Euro und auch Sorgenkind DaimlerChrysler erholen sich um 0,4 % auf 47,80 Euro.

Auch die zum Jahresende stark gebeutelte T-Aktie vergrößert ihre Gewinne und steigt um 2,9 % auf 35,01 Euro. Ebenfalls auf der Gewinnerseite stehen Bankentitel. HypoVereinsbank und Commerzbank gewinnen je 3,9 % auf 64,48 Euro bzw. 32,15 Euro. Dresdner Bank verbessern sich um knapp ein Prozent auf 46,75 Euro. Letztere wurde dabei nach Meinung von Händlern durch Berichte beflügelt, dass die Dresdner Kleinwort Wasserstein an dem 17-Prozent-Commerzbank-Paket der Cobra interessiert sei. Händler halten diese Nachricht für durchaus plausibel und verweisen auf die Aktienplatzierung der Dresdner Bank vom Vortag.

"Vielleicht füllt man hier die Kriegskasse, um eine Übernahme vorzubereiten. Wasserstein ist schon abgeschlossen und war nicht teuer", sagt ein Marktteilnehmer. Abgeben müssen dagegen Deutsche Bank, die 0,3 % auf 91,35 Euro verlieren. Spekulationen um Liquiditätsprobleme bei der Bank of America würden sich auswirken, sagen Händler. Von den deutschen Instituten sei die Deutsche diejenige mit der größten Exposition in den USA. Abgeben müssen auch die Versicherer. Allianz fallen um 4,1 % auf 372,04 Euro und Münchner Rück verbilligen sich um sechs Prozent auf 354,00 Euro. Auch die Techs, die am Vormittag noch Gewinne verbuchten, haben in negatives Terrain gedreht. "Die können sich nicht gegen den Abwärtssog der Nasdaq stemmen", heißt es.

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