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14.01.2003

11:28 Uhr

Demographischer Faktor gefordert

Merkel sieht Rentenniveau sinken

Die Unionsfraktionsvorsitzende Angela Merkel sieht die Absenkung des gegenwärtigen Rentenniveaus als unvermeidlich an. Nach einem Gespräch mit Vertretern der Spitzenverbände der Wirtschaft erläuterte Merkel am Dienstag in Berlin, dass der von der Union geforderte demographische Faktor in der Rentenversicherung "de facto natürlich zur Absenkung des Rentenniveaus" führe.

HB/dpa BERLIN. Grund sei, dass mit dem Faktor die Lasten zwischen Jüngeren und Älteren gerecht verteilt werden. Merkel betonte, das Rentensystem stehe mittelfristig vor ungelösten Problemen.

Die Spitzenverbände der Wirtschaft forderten die Union auf, ihre Vorschläge für die Reform des sozialen Sicherungssysteme zu konkretisieren. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sagte, die Vorschläge der Union gingen in die richtige Richtung. Wenn - wie von der Union gefordert - das Ziel der Absenkung der Sozialversicherungsbeiträge unter 40 % erreicht werden soll, müssten sie aber konkretisiert werden. Hundt verlangte dies insbesondere für die Frage der Absenkung des Rentenniveaus und der Lebensarbeitszeit.

Die Verbände ermunterten die Union, ihren Weg einer konstruktiven Opposition fortzusetzen. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, bedankte sich ausdrücklich für die Initiative der Union bei der Verabschiedung der Hartz-Reform. Im Dezember hatten CDU und CSU dem Vermittlungsausschuss deutliche Änderungen der Regierungsvorlage bei den Niedrig-Lohn-Jobs durchgesetzt.

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