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25.05.2000

16:24 Uhr

lip HAMBURG. Die Hamburger Maklergruppe Engel & Völkers (E + V), die sich vor allem auf die Vermarktung hochwertiger Wohnimmobilien spezialisiert hat, will ihren ursprünglich für Ende 1999/Anfang 2000 geplanten Börsengang um ein Jahr verschieben. "Wir arbeiten derzeit noch am weiteren Ausbau unseres Lizenzpartnergeschäfts, das bereits gut angelaufen ist," erklärt Alleinvorstand Christian Völkers dem Handelsblatt.

Nach seinen Angaben steht jetzt die AG-Struktur fest. So ist sein Bruder Thomas Völkers, geschäftsführender Gesellschafter des norddeutschen Schiffsemissionshauses HCI, mit 9 % an der AG beteiligt. Er hielt ursprünglich über 25 % an der E + V GmbH, die unter dem AG-Dach weiterhin für das operative Geschäft tätig ist. Weitere 22 % der AG-Anteile verteilen sich auf acht leitende E+V-Manager, den Rest besitzen Christian Völkers sowie Partner, deren Namen er nicht nennen wollte. Bis zum Börsengang an den Geregelten Markt wolle das Maklerunternehmen sein Lizenzsystem für Wohnimmobilien deutlich ausweiten. "Wir beabsichtigen, beim Going-Public mit rund 80 Franchisepartner anzutreten", so Völkers. Bis zum Jahresende 1999 konnte E + V etwa 30 Franchisepartner gewinnen.

Der Vorstand habe auch verstärkt das Ausland im Visier. Er plant, in wichtigen europäischen Immobilienmetropolen Flagship-Stores zu eröffnen. "Wir wollen im Ausland jedes Jahr zwei solcher Stores aufmachen, die auch die Ausbildung der neugewonnenen Lizenzpartner übernehmen", betont der Vorstand. So wurde bereits ein Flagship-Store in Palma auf der Baleareninsel Mallorca eröffnet, weitere sind in Wien und Südafrika geplant. Den Sprung in die USA wolle E + V vorerst nicht wagen.

Das Lizenzgeschäft werde im laufenden Geschäftsjahr rund 10 % am Gruppenumsatz der Maklergruppe von etwa 52 Mill. DM beisteuern. Die Umsatzrendite vor Steuern werde sich 1999 im "hohen einstelligen Prozentbereich bewegen", betont der Vorstand. Noch im vergangenen Geschäftsjahr setzte die Maklergruppe 43 Mill. DM um. Jeweils die Hälfte werden im Bereich Wohn- und Gewerbe-Immobilien erzielt. Auch der Aufbau des Projektentwicklungsgeschäfts soll forciert werden. So entwickelt E + V das Gelände der früheren "Elbschloss"-Brauerei sowie ein Bürogebäude am Hafen.

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