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28.01.2003

12:00 Uhr

Der Autokonjunktur zum Trotz

ZF Sachs koppelt sich erfolgreich ab

Der Schweinfurter Fahrwerkshersteller ZF Sachs AG hat sich im ersten Jahr unter dem Dach des Friedrichshafener ZF-Konzerns von der negativen Branchenentwicklung abgekoppelt.

Reuters SCHWEINFURT. Der Umsatz sei 2002 vor allem wegen der unerwartet hohen Nachfrage nach den neuen Produkten um acht Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro gewachsen, sagte Sachs-Vorstandschef Hans-Georg Härter in Schweinfurt. Auch auf der Ertragsseite habe sich der Hersteller von Kupplungen und Stoßdämpfern deutlich verbessert, ergänzte er, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Im Jahr davor hatte die frühere Mannesmann-Tochter einen - ebenfalls nicht bezifferten - Ertragseinbruch erlitten.

Eine Prognose für das laufende Jahr gab Härter nicht ab. Der Auftragseingang sei hoch, aber in der unsicheren Konjunkturlage könne sich das schnell ändern, sagte der Vorstandschef. Im vergangenen Jahr sei dem Unternehmen die hohe Nachfrage nach Sonderausstattungen zugute gekommen, sagte Härter. Dabei machten sich nun die zwischen 1999 und 2002 auf 157 Millionen von 98 Millionen Euro gestiegenen Entwicklungsaufwendungen bezahlt. Auch international sei ein "beeindruckendes Wachstum" erreicht worden, der Auslandsanteil sei leicht auf 62 Prozent gestiegen.

In den USA will ZF Sachs den Marktanteil bei Fahrwerken bis 2004 auf 20 von 12 Prozent erhöhen. Dazu sei die Produktion in Mexiko im vergangenen Jahr verdoppelt worden, sagte Härter. In Asien werde mit dem chinesischen Partner FAW (First Automotive Works) über eine Ausweitung des Geschäfts diskutiert.

Die Integration des unterfränkischen Autozulieferers in den ZF-Konzern kommt nach den Worten von Härter gut voran. "Deutlich mehr als zwei Drittel der Zusammenführung sind abgehakt", sagte er. Trotzdem sei es ZF Sachs gelungen, die eigene Identität am Markt zu erhalten. So würden zwar die Stoßdämpfer künftig in die Achssysteme von ZF integriert, dennoch werde Sachs eigenständig unter den Marken Sachs und Boge mit seinen Komponenten präsent bleiben.

ZF Friedrichshafen hatte das mehr als hundert Jahre alte, als Hersteller von Kugellagern und Fahrrad-Naben gestartete Traditionsunternehmen vor eineinhalb Jahren von Siemens gekauft und war damit zum drittgrößten deutschen Automobilzulieferer aufgestiegen. Für 2002 erwartet ZF 9,4 Milliarden Euro Umsatz.

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