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22.01.2001

20:28 Uhr

Der Euro stand unter Druck

Dax hält leichte Kursgewinne - Nemax schließt schwächer

Der Dax hat seine Kursgewinne trotz schwacher US-Vorgaben gehalten und sich zum Handelsschluss um 0,35 % auf 6.675,00 Zähler verbessert.

adx FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex hat am Montag seine leichten Kursgewinne trotz einer schwachen Tendenz an den US-Börsen verteidigt. Zum Handelsschluss verbesserte sich der Index um 0,35 % auf 6 675,00 Zähler. Dabei standen den zum Teil deutlichen Einbußen bei Technologiewerten Gewinne im Automobil- und Versicherungssektor gegenüber. Der Neue-Markt-Index Nemax-50 konnte sich der Schwäche der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq hingegen nicht entziehen und verlor rund 1,5 % auf 2 770,65 Zähler. Gut behauptet zeigten sich demgegenüber die Nebenwerte: Der MDax verbesserte sich um rund 0,9 % auf 4 643,50 Punkte.

Der Euro stand wegen des unerwartet schwach ausgefallenen ifo-Geschäftsklimaindex zunächst unter Druck. Die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelte am Mittag einen Referenzkurs von 0,9290 $. Das waren 0,0110 $ weniger als am vergangenen Freitag. Gegenüber der D-Mark verteuerte sich die amerikanische Währung damit von 2,0807 auf 2,1053 DM. An den Devisenmärkten notierte der Euro am Abend jedoch wieder bei 0,9367 $ (+0,27 %).

Bei den deutschen Standardwerten verzeichneten insbesondere Automobilaktien Kursgewinne. So verteuerten sich BMW um gut 4 % auf 38,50 Euro und Daimler-Chrysler um 2,5 % auf 50,20 Euro. Fundamentale Gründe für die Kursbewegung konnten Händler allerdings nicht nennen. Auf der Verliererseite standen Aktien der Deutschen Telekom, die um rund 5,2 % auf 36,73 Euro nachgaben. Händler führten den Kursabschlag auf eine Rating-Herabstufung beim Konkurrenten Vodafone durch die Investmentbank Goldman Sachs zurück. Dies belaste die ganze Branche, hieß es. Leichter zeigten sich zudem Karstadt-Quelle mit einem Minus von 0,9 % auf 36,19 Euro. Der Handelskonzern hatte am Morgen mit schwachen Umsatzzahlen für das vergangene Weihnachtsgeschäft enttäuscht.

Am Neuen Markt verloren unter anderem T-Online . Die Papiere ermäßigte sich um rund 4,7 % auf 15,15 Euro. Angeblich wird das Unternehmen für das vergangene Jahr einen höheren Verlust als erwartet ausweisen. Zudem riet eine Bank, sich von T-Online-Papieren zu trennen. Zu den Gewinnern im Nemax-50 zählten EM.TV, die sich auf Grund der Spekulationen über ein zweites Bieterkonsortium neben der Kirch-Gruppe um über 9 % auf 8,52 Euro verteuerten.

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