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07.02.2002

00:14 Uhr

Der Fingerabdruck soll Datensicherheit gewähren

Mangelnde Sicherheit als Hemmschuh

VonUte Latzke

Noch wird mit Handel im Internet nicht wirklich viel Geld verdient. Die Entwickler von Technik und Geschäftsideen träumen schon längst von mehr.

DÜSSELDORF. M-Commerce oder der mobile Handel soll zukünftig das ersehnte Geld einbringen. Der Siemens-Konzern rechnet für den Gesamtmarkt des mobilen Handels und Datentransfers bis 2003 mit einem weltweiten Marktvolumen in Höhe von 300 Mrd. Euro. Über mobile Handys und Organizer soll es mit M-Commerce möglich sein, Bankgeschäfte abzuwickeln, Börsenkurse abzufragen, den Wochenendeinkauf zu erledigen oder den nächsten Urlaub zu buchen. Sogar von mobilen Warenwirtschaftssystemen ist die Rede, von Informationen immer und überall.

Mobile Commerce revolutioniert die Märkte. Der Phantasie sind keine Grenzen mehr gesetzt: Mobile-Payment, -Broking, -Cash, -Banking, -Shopping, Mobile-Ticketing, ja sogar mobiles Gehalt oder Handyauktionen werden dann möglich sein. Für die Coladose im Automaten braucht der Kunde kein Kleingeld mehr, durch Ordern via Handy und gleichzeitiges mobiles Bezahlen gibt der Automat die Dose frei. Auch Mobile-Ticketing könnte zum Erfolg werden, denn das zeitaufwendige Anstehen für Eintrittkarten würde entfallen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Peter Schmeer, Senior-Vertriebsbeauftragter von Atos/Origin, sagt: "Der mobile Commerce als innovative Business-Plattform revolutioniert die Märkte. Mit dem mobile Commerce und dem Internet als Business-Plattform erleben wir auch eine Globalisierung der Kunden. Die Kunden kaufen weltweit ein, die Händler bieten ihre Waren Produkte und Services in einem weltweiten Wettbewerb an. Innovative mobile Geräte verschmelzen Telekommunikation und Computeranwendungen, dadurch werden künftig völlig neue Businessmodelle möglich."

Zahlungsverkehr ist noch nicht sicher

Ein Hemmschuh für den Erfolg von Mobile Business ist das Misstrauen der Kunden gegenüber der Sicherheit von Zahlungen. Mit der digitalen Signatur soll nicht nur der Zahlungsverkehr über das Internet, sondern auch über das Handy flächendeckend möglich sein. Der Kunde muss Tranksaktionen mit einem PIN-Code über die Telefontastatur bestätigen. Die elektronische Unterschrift könnte aber auch direkt per Chip in das Handy integriert werden.

Ein ganz anderes Konzept verfolgt Microsoft: biometrische Verfahren. Sie sollen gewährleisten, dass mit einem mobilen Endgerät kein Missbrauch betrieben wird und der Anwender hinter dem Bildschirm oder dem mobilen Handy wirklich der ist, für den er sich ausgibt. Bisher war die Biometrie - die messtechnische Identifikation von Personen - eher Science Fiction, so beabsichtigt Microsoft sie zur Unterstützung für Identifikations- und Biometrie-Hardware in kommende Betriebssysteme einzubauen. Der Nutzer identifiziert sich dann einfach über seinen - einzigartigen - Fingerabdruck mit einem Finger-Scanner. Ein solches Biometrie-System lässt sich überall anbringen, nicht nur an Computern, sondern auch an Laptops, Handys oder Handhelds.

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