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22.01.2003

16:52 Uhr

Der Kampf um die Bären

Berlinale startet mit zehn Weltpremieren

Mit einer starken US-Präsenz und drei Produktionen allein aus Deutschland geht Anfang Februar die 53. Berlinale an den Start. Filme von Regisseuren wie Alan Parker, Steven Soderbergh, Spike Lee und Claude Chabrol gehören zur Auswahl der 22 Beiträge, die auf den 53. Internationalen Filmfestspielen (6.-16. Februar) in den Wettbewerb um die Goldenen und Silbernen Bären treten, teilte das Festival am Mittwoch in Berlin mit.

HB/dpa BERLIN. Zum Programm gehören allein zehn Weltpremieren, darunter die chinesisch-deutsche Koproduktion "Mang Jing" von Dokumentar-Filmer Li Yang, der in seinem ersten Spielfilm den Alltag in einem Kohletagebauwerk porträtiert.

Regisseur Wolfgang Becker ("Das Leben ist eine Baustelle") ist mit seiner in Ost-Berlin spielenden Farce "Good Bye, Lenin!" im Wettbewerb vertreten mit Daniel Brühl und Katrin Saß in den Hauptrollen. Oskar Roehler ("Die Unberührbare") geht mit der Liebesgeschichte "Der alte Affe Angst" mit Marie Bäumer und Vadim Glowna an den Start.

In Hans-Christian Schmids "Lichter" geht es um Menschen im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Aus den USA kommen fünf Produktionen. Hollywoodstar George Clooney ist gleich zwei Mal dabei. Neben seinem Regiedebüt "Confessions of an Dangerous Mind" mit Julia Roberts und Drew Barrymore ist Clooney auch Hauptdarsteller in Steven Soderberghs Science-Fiction-Epos "Solaris" zu sehen.

Frankreich ist mit drei Filmen vertreten, darunter "La Fleur du mal", in dem Altmeister Claude Chabrol eine scheinbar gefestigte Familie porträtiert, die von lang verschwiegener Schuld eingeholt wird. Patrice Chéreau, 2001 mit dem Goldenen Bären für "Intimacy" ausgezeichnet, zeigt das Familiendrama "Son Frère". Auch als Weltpremiere präsentiert Alan Parker "The Life of David Gale", in dem ein Gegner der Todesstrafe zum Tode verurteilt wird. Kevin Spacey und Kate Winslet sind die Stars des Films.

"Billy Elliot"-Regisseur Stephen Daldry zeigt mit "The Hours" drei Frauen in verschiedenen Epochen, jede von ihnen beeinflusst vom Werk von Virginia Woolf. Die Hauptrollen spielen Meryl Streep, Julianne Moore und Nicole Kidman. Spike Lees "The 25th Hour" zeigt den letzten Tag eines Mannes, bevor er eine lange Haftstrafe antreten muss. In "Adaptation" von Spike Jonze über Realität und Fiktion spielen Nicolas Cage, Meryl Streep und Chris Cooper.

Der chinesische Regisseur Zhang Yimou ("Rotes Kornfeld") geht mit dem Drama "Ying Xiong" um Liebe, Eifersucht und Treue an den Start. Aus Großbritannien kommt Michael Winterbottoms "In this world" (Auf der Welt) über das Migrationsschicksal eines jungen Afghanen. Die Niederlande zeigen die Musical-Komödie "Ja Schwester, nein Schwester" als Debütfilm von Pieter Kramers. Die Regisseurin Isabel Coixet präsentiert die spanisch-kanadische Koproduktion "May Life Without" (Mein Leben ohne mich).

Der australische Independent-Filmer Rolf de Herr zeigt als Weltpremiere "Alexandra's Project". Zu den Sondervorführungen gehören der neue Film des dänischen Dogma-Filmers Thomas Vinterberg, "It's all about Love" mit Joaquin Phoenix und Sean Penn und "Wilbur begeht Selbstmord" von der dänischen Regisseurin Lone Scherfig, der Film "Birkenau und Rosenfeld" mit Anouk Aimée als Spielfilm-Debüt von Marceline Loridan-Ivens, der Witwe des Dokumentarfilm-Pioniers Joris Ivens.

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