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14.01.2009

09:39 Uhr

Der Markt-Monitor

Gnade für die Deutsche Bank

VonFrank Wiebe

Den komplizierten Deal zwischen Post, Postbank und Deutscher Bank nehmen die Aktionäre relativ gelassen hin - jedenfalls mit Blick auf die Aktie der Deutschen Bank.

Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Deutsche Bank in den vergangenen Tagen schon genug an der Börse gelitten hat. Prognosen schlechter Handelsergebnisse, die wachsende Sorge wegen der Kapitalposition der Bank und die Komplexität der Postbank-Übernahme waren die Gründe. Daher wirkt die Lösung, die sich jetzt abzeichnet, wie eine Art Befreiungsschlag.

Dabei darf nicht übersehen werden: Ja, es gibt eine Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank, wenn alles so kommt wie geplant. Und ja, es gibt indirekt eine Staatsbeteiligung bei der Deutschen Bank. Der zweite Punkt ist eher Futter für Leute, die hämisch konstatieren wollen, dass Bankchef Josef Ackermann es jetzt doch nicht so ganz ohne den Staat schafft, was er ja doch gerne geleistet hätte. Wirklich bedeutend ist dieser Aspekt aber nicht. Die Kapitalerhöhung führt dagegen zu einer Verwässerung - wie jede Kapitalerhöhung. Und wenn man davon ausgeht, dass die Post keinen Bock mehr auf eine große Bankbeteiligung hat, dann werden ihre Aktien möglicherweise recht schnell auf den Markt kommen. Denn dann kann sie sagen: Sorry, uns blieb nicht viel anderes übrig. Wenn sie die Aktien dagegen zu lange behält und sie noch mehr an Wert verlieren, muss sie sich fragen lassen, warum sie nicht eher reagiert hat.

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