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30.01.2008

09:45 Uhr

Der Markt-Monitor

Starke Münchener Rück

VonFrank Wiebe

Die Börse honoriert die guten Zahlen, aber auch die beruhigenden Aussagen der Münchener Rück zu ihrem Geschäft. Ansonsten heißt es: Warten auf die Fed.

Die Münchener Rück hat sich aus der Anleiheversicherung schon vor Jahren zurückgezogen und besitzt auch nur sehr wenige Papiere, die von den Problemen dieser Branche betroffen sind. Diese Aussage trägt vielleicht noch mehr als das Rekordergebnis dazu bei, dass die Aktie deutlich im Plus liegt.

Mit der Münchener Rück präsentiert nach der Allianz nun schon der zweite große deutsche Versicherer sehr gute Zahlen. Die Branche hat von der internationalen Finanzkrise nicht viel abbekommen. Die Alllianz ist zwar über ihre Tochter Dresdner Bank betroffen. Aber deren Gewicht im Konzern ist mittlerweile so sehr gesunken (ein Jammer, wenn man daran denkt, was das früher für eine Bank war), dass das nicht richtig wehtut. Dass man sich auch als Versicherer in der Finanzkrise die Finger verbrennen konnte, zeigt das Beispiel der Swiss Re, des großen Konkurrenten der Münchener Rück. Sie musste im Prinzip den US-Milliardär und Versicherungsunternehmer Warren Buffett anpumpen, um gut über die Runden zu kommen.

Ansonsten dürfte die Börse heute ängstlich auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank warten. Fed-Chef Ben Bernanke wird es nicht riskieren, die Märkte allzu sehr zu enttäuschen. Zugleich muss er dringend beweisen, dass er nicht auf Zuruf der Investoren agiert. Das spricht dafür, dass er die Märkte heute etwas dämpfen wird. Vielleicht kommt doch nur der kleinere Zinsschritt (also ein Viertel Punkt statt einem halben), dafür aber garniert mit ein paar beruhigenden Bemerkungen, dass die Fed die Wirtschaft nicht in die Rezession stürzen lässt. Die Reaktion könnte zunächst ein Rückschlag sein als Reaktion auf die Zinsentscheidung, dann aber, den Bemerkungen folgend, eine rasche Erholung.

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