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21.01.2008

14:46 Uhr

Nach Aussage von Händlern verkaufen in- und ausländische Versicherer Aktien. Und damit bewegt sich eine Branche, die sonst eher dazu beiträgt, den Markt zu stabilisieren. Sie halten zwar in der Regel (in Deutschland auch gesetzlich geregelt) nur einen kleineren Anteil ihres Vermögens in Aktien. Aber weil die Volumina riesig sind, gilt trotzdem: Wenn die Versicherer sich bewegen, bewegt sich der Markt.

Viele Versicherer haben noch letzte Börsenkrise in den Knochen, die Anfang des Jahrtausends stattfand. Für manche Anbieter wurde es damals eng. Denn auf der einen Seite litten sie unter sinkenden Aktienkursen und mussten daher abschreiben. Auf der anderen Seite misstrauten ihnen aus genau diesem Grund die Investoren und schickten die Aktien der Versicherer besonders auf Talfahrt. Manche Häuser blieben dann zu lange auf ihren Aktien sitzen und mussten sie nahe den Tiefstkursen verkaufen, weil ihre Kapitaldecke dahinschmolz und sie keine Risiken mehr tragen konnten. Bei der anschließenden Erholung sind sie dann zum Teil wieder viel zu spät eingestiegen.

Im Moment droht die Gefahr, dass sich der Alptraum wiederholt. Besonders die Probleme der amerikanischen Kreditversicherer strahlen auf die Branche aus. Daher wollen einige Häuser offenbar ihre Kapitalanlagen krisenfest machen - und verkaufen Aktien. Und verschärfen so die Panik.

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