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09.01.2008

09:38 Uhr

Der Markt-Monitor

Zwei schlechte Nachrichten

VonFrank Wiebe

In den USA flammen die Ängste vor einer Rezession wieder auf. Und passend dazu zeigt sich nach neuen Daten, dass der starke Euro die deutschen Exporte bremst - keine gute Mischung.

Die Daten zum Häuser-Markt in den USA gestern waren schlecht. Die Sorge vor einer Rezession steigt so wieder. Das einzige, was noch hilft, ist die Hoffnung auf eine Zinssenkung der US-Notenbank. Aber das allein hilft auch nicht mehr so richtig - man kann sich auch nicht endlos und immer wieder an denselben Strohhalm klammern. Hoffnung auf eine Zinssenkung gibt es aber auch in Großbritannien - dort könnte sie sehr schnell kommen. Von der Europäischen Zentralbank ist dagegen außer guten - und wahrscheinlich unverständlichen - Worten nichts zu erwarten.

Die deutschen Aktien stehen heute querbeet unter Druck, die Standardwerte im Eurostoxx 50 ebenso. Nicht nur die Finanzwerte schwächeln, auch handfeste Industrietitel. Zum Teil dürfte die Nachricht verantwortlich sein, dass die deutschen Exporte, die aus dem Euroraum herausgehen, einen deutlichen Dämpfer bekommen haben. Immerhin: Innerhalb des Euroraums funktioniert der Export noch, und das ist viel wichtiger.

Auffällig ist im übrigen schon seit ein paar Tagen, dass die Aktien der Deutschen Börse unter Druck stehen. Der Titel ist im vergangenen Jahr so gut gelaufen, dass jetzt vielleicht ein paar Investoren einfach Kasse machen. Immerhin wissen wir ja, dass die Deutsche Börse auch Kinder glücklich macht: Sie hat zum sagenhaften Ergebnis des Hedge-Fonds TCI beigetragen, der 2007 satte 40 Prozent geschafft haben soll. Und der spendet bekanntlich sehr viel Geld für Kinderprojekte.

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