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12.02.2001

15:10 Uhr

Der Stoxx-50-Index gewann bis gegen 14.10 Uhr MEZ um 0,27 % auf 4 384,71 Punkte

Europäische Börsen mehrheitlich freundlich

Die europäischen Börsen haben am Montag überwiegend freundlich tendiert. Die schlechten Vorgaben der Wall Street vom vergangenen Freitag hätten verschiedentlich für eine schwache Eröffnung gesorgt, sagten Händler.

Reuters FRANKFURT. Danach habe es aber einen Stimmungsumschwung gegeben, der hauptsächlich auf die Aussichten auf eine gut behauptete Eröffnung der US-Börsen zurückzuführen sei. Im Mittelpunkt des Interesses stünden Telekom-Titel, hieß es. Die Anleger warteten gespannt auf die Preisfestsetzung des Emmissionskurses der France-Telekom-Mobilfunktochter Orange am Montag nach Börsenschluss.

Der technologielastige Nasdaq-Index hatte am Freitag um 3,56 % auf 2 470,97 Punkte verloren. Der Dow Jones ging mit einem Minus von 0,91 % bei 10 781,45 Zählern aus der Sitzung. Der Nasdaq - und der S&P-Future deuten mit einem Plus von 3,50 Punkten auf 2 280,50 Zähler beziehungsweise 0,30 Punkten auf 1 321,80 Zähler auf eine gut behauptete Eröffnung der US-Aktienmärkte hin.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz gewann bis gegen 14.10 Uhr MEZ um 0,27 % auf 4 384,71 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,29 % auf 4 597,01 Punkte zulegte.



London - Software- und Telekom-Titel gefragt

An der Londoner Börse stieg der Markt im Fahrwasser der Kursgewinne bei Software- und Telekom-Titeln, die in der vergangenen Woche herbe Verluste verbucht hatten. Der FTSE stieg um 0,68 % auf 6 206,1 Punkte. Die Software-Branche werde durch das Übernahmeangebot für Sema beflügelt, hieß es. Bei den Telekom-Werten hofften die Anleger mit Blick auf die Preisfestsetzung des Emissionskurses der France-Telekom - Mobilfunktochter Orange am Montag nach Börsenschluss auf eine Stabilisierung. Sema festigten sich um 15,58 % auf 549 Pence, während sich die Schwergewichte Vodafone um 1,62 % auf 220 Pence und British Telecom um 5,46 % auf 628 Pence verteuerten. Spekulationen um eine Übernahme der Bank of Scotland durch Barclays ließen die Aktien der ersteren um 2,65 % auf 736 Pence anziehen, während letztere 0,22 % auf 2 248 Pence verloren.



Zürich - Bei ruhigem Geschäft leichter

Die Schweizer Börse hat sich am Montag bei ruhigem Geschäft leichter gezeigt. Der SMI tendierte gegen Mittag um 0,26 % niedriger bei 7 899,40 Zählern. Der Gesamtmarkt sei im Tagesverlauf dem Schwergewicht Nestle ins Minus gefolgt, sagten Marktteilnehmer. Novartis profitierten nach Angaben von Händlern von freundlichen Analystenkommentaren und zogen um 0,22 % auf 2 775 sfr an. UBS büßten 1,23 % auf 280 sfr ein.



Paris - France Telecom unter Druck

In Paris drehte die Börse nach zwischenzeitlichen Verlusten wieder ins Plus. Der CAC40 lag gegen Mittag um 0,4 % höher bei 5 732,50 Punkten. Gefragt waren dabei vor allem die Technologiewerte, die sich in einer Gegenreaktion auf die vergangene Verluste erholten. Zu den größten Gewinnern zählten Thomson Multimedia, die nach überraschend guten Geschäftszahlen um 2,22 % auf 50,55 Euro anzogen. Alcatel festigten sich um 1,27 % auf 55,85 Euro und STMicroelectronics um 3,26 % auf 43,42 Euro. Angesichts der Verluste bei France Telecom, die um 0,72 % auf 82,50 Euro abrutschten, bleibe das weitere Aufwärtspotenzial allerdings gering, hieß es weiter. Experten gehen davon aus, dass die Preisfestsetzung für ihre Mobilfunktochter Orange am Montag nach Börsenschluss am unteren Ende der Bookbuildingspanne liegen werde.



Mailand - US-Vorgaben belasten Olivetti

Die italienischen Aktienwerte haben nach anfänglichen Verlusten gegen Mittag ins Plus gedreht. Der Mib30 lag zuletzt um 0,73 % fester bei 42 882 Punkten. Zu den Gewinnern zählten unter anderem Tiscali, die in der vergangenen Woche kräftige Einbußen verzeichnet hatten. Die Aktie verteuerte sich um 3,23 % auf 19,26 Euro. Unter Druck stand unterdessen das Schwergewicht Olivetti. Händlern zufolge wird das Papier vor allem von den schwachen US-Vorgaben vom vergangenen Freitag belastet. Die Aktie verlor in der Spitze über fünf Prozent und tendierte zuletzt mit 1,08 % im Minus bei 2,575 Euro. Seat setzten ihre Abwärtsbewegung fort und büßten 1,63 % auf 1,82 Euro ein.

Madrid - Telefonica und Endesa ziehen Ibex mit hoch

An der madrilenischen Börse zogen die Kurse im Fahrwasser der Gewinne bei Telefonica und Endesa an. Die Aktien verteuerten sich um 0,52 % auf 19,29 Euro beziehungsweise um 2,17 % auf 20,25 Euro. Der Ibex festigte sich um 0,82 % auf 10 016,1 Zähler. Endesa profitierte nach Aussagen von Marktteilnehmern von einem Übernahmeangebot der italienischen Elletrogen, während Telefonica parallel zu ihren europäischen Mitbewerbern zulegte. Iberdrola, deren Fusion mit Endesa kürzlich gescheitert war, litten angesichts der deutlichen Kurssteigerungen der vergangenen Woche unter Gewinnmitnahmen, sagten Händler. Die Papiere verbilligten sich um 2,08 % auf 16,45 Euro.

Amsterdam - Nasdaq-Verluste belasten

Die niederländischen Aktienwerte sind Marktteilnehmern zufolge von den Verlusten der Nasdaq am vergangenen Freitag belastet worden. Der AEX verlor 0,4 % auf 620,16 Punkte. Zu den größten Verlierern gehörten Technologietitel wie ASM Lithography, die sich um 3,9 % auf 24,86 Euro verbilligten. Kräftig zulegen konnten unterdessen Vertreter der "Old Economy" wie beispielsweise Ahold, die sich um 2,51 % auf 33,86 Euro verteuerten. Insgesamt hielten sich die Anleger allerdings zurück, um die bevorstehenden Äußerungen des US-Notenbankchefs Alan Greenspan zur US-Konjunktur abzuwarten, hieß es. KPN schwankten angesichts der bevorstehenden Preisfestsetzung des Emissionskurses der France-Telekom-Mobilfunktochter Orange am Montag nach Börsenschluss kräftig und gaben nach anfänglichen Gewinnen um 0,43 % auf 13,83 Euro ab.



Wien - Bei geringen Umsätzen gut behauptet

Die österreichischen Aktienwerte tendierten am Montag bei geringen Umsätzen gut behauptet. Der ATX zog um 0,37 % auf 1 158,36 Zähler an. Das Geschäft konzentriere sich auf einige ausgewählte Werte, hieß es. Zu den Gewinnern zählten unter anderem Böhler-Uddeholm, die sich um 2,36 % auf 41,20 Euro verteuerten. Marktteilnehmer konnten allerdings keine triftigen Gründe für das Kaufinteresse ausmachen. Gleiches gelte für OMV, die um 2,41 % auf 87,58 Euro stiegen. Austria Tabak gaben Börsianern zufolge auf Grund einer technischen Reaktion um 1,18 % auf 63,40 Euro nach.



Brüssel - "Defensive" Titel gefragt

In Brüssel waren so genannte "defensive" Werte der traditionellen Branchen gefragt, nachdem die US-Technologietitel am vergangenen Freitag kräftig nachgegeben hatten. Der Bel20 tendierte fast unverändert bei 2 999,63 Punkten. Unterstützung erhielt der Gesamtmarkt dabei nach Aussagen von Händlern von Groupe Bruxelles Lambert (GBL), die in der vergangenen Woche bereits kräftig zugelegt hatten und sich am Montag um 1,54 % auf 296 Euro verteuerten. Das Unternehmen hatte zuvor den Tausch ihrer Beteiligung an der Sendergruppe RTL gegen ein Aktienpaket von Bertelsmann angekündigt. Das Schwergewicht Fortis limitierte mit einem Minus von 0,74 % auf 33,36 Euro allerdings das Aufwärtspotenzial.



Stockholm - Bei lustlosem Handel fast unverändert

Die Stockholmer Börse tendierte nach anfänglichen deutlichen Verlusten gegen Mittag fast unverändert. Der OMX lag bei 1 014,89 Zählern. Das Geschäft verlaufe lustlos, berichteten Marktteilnehmer. Die Schwergewichte Ericsson und Nokia konnten sich von ihren anfänglichen Verlusten erholen und stiegen bis zum Mittag um 1,6 % auf 95,50 skr beziehungsweise um 1,11 % auf 273 skr.

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