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13.07.2000

22:37 Uhr

Der US-Kongress muss das Abkommen noch billigen

USA und Vietnam unterzeichnen Handelsabkommen

Durch das Abkommen sollen auf beiden Seiten die Zölle für Güter und Dienstleistungen gesenkt, geistiges Eigentum geschützt und die Investitionsmöglichkeiten verbessert werden

Reuters WASHINGTON. 25 Jahre nach dem Ende des Vietnamkriegs haben sich die USA mit ihrem einstigen Kriegsgegner auf ein umfassendes Handelsabkommen geeinigt. Nach vierjährigen Verhandlungen unterzeichneten die US- Handelsbeauftragte Charlene Barshefsky und der vietnamesische Handelsminister Vu Khoan das Abkommen am Donnerstag in Washington. Durch das Abkommen sollen auf beiden Seiten die Zölle für Güter und Dienstleistungen gesenkt, geistiges Eigentum geschützt und die Investitionsmöglichkeiten verbessert werden. Für Vietnam wäre das Abkommen ein großer Schritt auf dem Weg des wirtschaftlichen Reformkurses, der Ende der achtziger Jahren eingeleitet worden war.

Der US-Kongress muss das Abkommen noch billigen. Obwohl sich republikanische Kongress-Mitglieder für bessere Handelsbeziehungen mit Vietnam ausgesprochen haben, ist unklar, ob das Abkommen noch in diesem Jahr verabschiedet wird. Der Handelsvertrag könnte Vietnam der angestrebten Aufnahme in die Welthandelsorganisation (WTO) näher bringen. Einem Bericht der Weltbank zufolge könnte Vietnam durch das Abkommen seine Exporte in die USA auf einen Wert von umgerechnet rund 1,6 Mrd. DM steigern. Dies wäre mehr als doppelt so viel wie 1996. Zudem könnten die in den vergangenen Jahren zurückgegangenen Auslandsinvestitionen in Vietnam wieder zunehmen.

Die Beziehungen zwischen den USA und Vietnam haben sich in den vergangenen fünf Jahren verbessert. 1995 hatte Clinton die diplomatischen Beziehungen zu Vietnam ausgebaut.

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