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03.02.2003

21:00 Uhr

Deutliche Verluste

Absturz belastet US-Luftfahrt- und Rüstungskonzerne

Die Aktienkurse von US-Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen haben am Montag, dem ersten Handelstag nach dem Absturz der Raumfähre "Columbia", zum Teil deutliche Verluste verzeichnet.

Reuters NEW YORK. Indes blieben die Titel des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, der auch Satelliten herstellt, von den Auswirkungen des Unglücks verschont.

Die Aktien des US Alliant Techsystems Inc-Rüstungskonzerns verzeichneten mit einem Minus von zeitweise fast 12 Prozent den größten Tagesverlust seit ihrem Börsengang 1990. Im Handelsverlauf stabilisierte sich der Wert bei minus elf Prozent auf 48,35 Dollar. Alliant hatte die Startraketen der Raumfähre hergestellt.

Auch die Anteilsscheine von Boeing und Lockheed Martin , die mit ihrem Gemeinschaftsunternehmen United Space Alliance wichtigster Auftragsnehmer der US-Raumfahrtbehörde NASA sind, verbuchten Verluste. Boeing fielen in der Spitze um mehr als drei Prozent auf 30,56 Dollar. Die Aktien von Lockheed Martin gaben 2,55 Prozent auf 49,75 Dollar nach.

Den Einfluss des Absturzes auf die Aktien europäischer Technologie- und Luftfahrtkonzerne wie EADS beurteilten Analysten einhellig als minimal. Das Raumfährenprogramm werde seit langem nicht mehr zum Transport kommerzieller Satelliten benutzt, daher könne auch kein alternativer Anbieter von dem zeitweiligen Ausfall des Systems profitieren, hieß es in einer Kurzstudie von Merrill Lynch. Selbst wenn die Internationale Raumstation (ISS) aufgegeben werden müsste, rechne man damit, dass dies nur 300 bis 400 Millionen Euro von in 2001 insgesamt 30 Milliarden Euro Umsatz der EADS ausmachen werde. Die EADS-Aktien beendeten den Handel an der Pariser Börse unverändert bei 9,70 Euro.

Die "Columbia" war am Samstag während des Landeanflugs über Texas auseinander gebrochen. An Bord waren fünf Männer und zwei Frauen. Es war das schwerste Unglück der US-Raumfahrt seit der Explosion der "Challenger" im Jahr 1986.

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