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29.01.2001

20:19 Uhr

Deutsche Börse schließt mit Tagesgewinn von 0,8 %

Dax schließt etwas fester

Die deutschen Aktienindizes haben sich am Montag insgesamt fester als zum Wochenausklang präsentiert.

dpa-afx FRANKFURT. Bei lustlosem Handel und geringen Umsätzen schloss der Dax mit einem Tagesgewinn von 0,8 Prozent bei 6 750,96 Punkten. Der MDax der 70 umsatzstärksten deutschen Nebenwerte legte um 1,1 Prozent auf 4 773,89 Stellen zu. Klar im Plus war der Neue Markt: Der Nemax 50 schloss 1,98 Prozent über seinem Eröffnungskurs bei 2 862, Zählern.

Die Anleger warteten nervös auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Mitte der Woche, sagte ein Hamburger Händler. Bereits seit einigen Wochen bewege sich der Markt in einer "langweiligen Seitwärtsbewegung". Solange kein klares Signal auszumachen sei, würden die Anleger auch kleinere Kursgewinne immer wieder zur Gewinnmitnahme nutzen.

Auch der Aktienhandel in den USA blieb ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Börsen diesseits des Atlantiks. Während der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent auf 10 694 Zähler zulegte, stiegen die Werte der elektronischen Handelsbörse Nasdaq um 1,2 Prozent auf 2 814 Punkte. An den großen europäischen Börsen in London, Paris und Mailand blieb das Bild uneinheitlich. Die Standardwerte im Euro Stoxx 50 gaben um 0,1 Prozent auf 4 757 Stellen nach.

Deutlich unter Druck standen vor Bekanntgabe der Quartalszahlen die Aktien der Siemens -Familie. Die Aktien der Konzernmutter fielen um 0,45 Prozent auf 153,80 Euro. Der Abschlag von 1,92 Prozent auf 90,72 Euro bei Epcos sei auch eine vorgezogene Reaktion auf die am Mittwoch erwarteten Geschäftszahlen von Nokia , sagten Analysten. Nokias Konkurrent Ericsson hatte in der Vorwoche den Rückzug aus dem Verlust bringenden Mobilfunk-Geschäft angekündigt. Einzig Infineon Technologies stemmten sich gegen den Trend und gewannen 0,56 Prozent auf 45,15 Euro.

Die Aktien der Deutschen Bank setzten an die Spitze der Standardwerte. Der Kurs legte um 3,79 Prozent auf 104,73 Euro zu. Nach einem Bericht des "Spiegel" soll die Bank im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis eingefahren haben. In der zweiten Jahreshälfte sollen die Aktien zudem an der New York Börse notiert werden, kündigte Vorstands-Sprecher Rolf Breuer an. Der Chef des größten deutschen Kreditinstituts hatte ferner angekündigt, dass sich die Bank von ihrer Beteiligung an Daimler-Chrysler trennen könnte, sollte der Kurs von DaimlerChrysler nicht steigen.

Der schwäbische Autobauer will 26 000 Chrysler-Beschäftigte entlassen. Verkäufe von US-Anlegern ließen die Aktien um 1,75 Prozent auf 51,60 Euro fallen. Die stärksten Verluste verzeichneten Volkswagen , die ohne Neuigkeiten um 1,92 Prozent auf 56,10 Euro abgaben. BMW verbilligten sich um 0,84 Prozent auf 37,80 Euro.

Die Aktien des Touristik-Konzerns Preussag zogen bei deutlich gestiegenen Umsätzen auf 2,15 Prozent auf 44,70 Euro an. Thyssen-Krupp profitierte vom Transrapid-Verkauf an die Volksrepublik China. Die Papiere verteuerten sich um 1,38 Prozent auf 19,84 Euro.

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