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23.02.2002

09:00 Uhr

Deutschen Männern fehlt das Siegergen

Gesprächsstoff für den Urlaub

VonErich Ahlers (Handelsblatt)

Abseits der Lopien und Pisten beschäftigen sich die Menschen mit den wahren Themen, die die Welt bewegen.

Handelsblatt-Redakteur Erich Ahlers berichtet aus Salt Lake City Quelle: Handelsblatt

Handelsblatt-Redakteur Erich Ahlers berichtet aus Salt Lake City

Deutschlands Wintersportler haben in Salt Lake City viele schöne Medaillen gewonnen. Im Medaillenspiegel sieht es für "uns", so sagt man wohl, kurz vor Ende der Spiele blendend aus, und das scheint für viele immer noch das Wichtigste beim Blick auf die aktuellen Sportseiten. Gleichwohl bereitet ein gewisses Ungleichgewicht bestimmten Zeitungen Sorgen.

Ob den deutschen Männern das Sieger-Gen abhanden gekommen sei, wurde gefragt. Schließlich hat das vermeintlich schwache Geschlecht den weitaus größeren Anteil am guten Gelingen im fernen Amerika beigetragen.

Beim Nachbarn Österreich ist es freilich genau umgekehrt. Das Skifahrerland, das ein wenig unter Goldmangel leidet, kann sich in erster Linie auf seine Männer verlassen. So nah und doch so anders, mag man denken. Im nächsten Skiurlaub sollte das Thema noch einmal erörtert werden. Gleiches gilt für Norwegen-Urlauber. Die Skandinavier sind reich an medaillendekorierten Sportlern, während die Sportlerinnen nur bedingt mithalten.

Bleibt noch ein Blick auf die spanische Bilanz. Die Iberer haben bislang zwei Goldmedaillen und damit doppelt so viele Goldmedaillen gewonnen wie in ihrer gesamten olympischen Wintersport-Historie. Verantwortlich dafür ist ein Mann: Johan Mühlegg, Allgäuer mit spanischem Pass, kann heute im Langlauf über 50 Kilometer sogar ein drittes Mal die begehrteste Plakette einheimsen. Der so genannte Geisterläufer bietet viel Gesprächsstoff für den nächsten Mallorca-Urlaub.

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