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25.07.2000

22:15 Uhr

Deutscher Automarkt verliert im Halbjahr 11 %

Fiat verbessert Umsatz im zweiten Quartal - Plus von 23 %

Das Verkaufsvolumen der Gruppe erreichte im zweiten Vierteljahr 15,5 Mrd.Euro. Bei den Neuzulassungen rutschte Fiat auf den achten Platz.

dpa MAILAND. Der italienische Fiat-Konzern, Turin, hat seinen Umsatz im zweiten Vierteljahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 % gesteigert. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, erreichte das Verkaufsvolumen der Gruppe im zweiten Vierteljahr 15,5 Mrd. Euro. Ohne neu in den Konzern eingegliederte Unternehmen wie Case Corporation oder Pico entspreche das einer Umsatzsteigerung um 7,3 %.

Der Umsatz in der Autosparte von Fiat stieg im Vergleich zum zweiten Halbjahr 1999 um 5,8 %, der operative Gewinn erreichte 44 Mill. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die Autosparte noch einen Verlust von 148 Mill. Euro eingefahren.

Die erhebliche Verbesserung der Autosparte sei allerdings vom starken Wettbewerbsdruck in der Branche gebremst worden, erklärte Fiat. Besonders gut schnitt die Lastwagensparte Iveco mit einer Umsatzsteigerung um 9,9 % und einer Gewinnsteigerung 76 auf 98 Mill. Euro ab. Der operative Gewinn der gesamten Gruppe verbesserte sich von 157 Mill. Euro auf 362 Mill. Euro.

Deutscher Automarkt bricht ein

Im ersten Halbjahr 2000 sind in Deutschland erheblich weniger neue Autos verkauft worden als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Erstanmeldungen von Personenwagen sank um elf Prozent auf 1,8 Millionen, teilte am Dienstag das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mit.

Die Neuzulassungen aller Kraftfahrzeugarten zusammen gingen im Halbjahr um zehn Prozent auf 2,17 Millionen zurück. Bei Motorrädern sank die Zahl der Erstanmeldungen um 7,2 Prozent auf knapp 180 000. Deutlich war auch das Minus bei Traktoren. Mit 14 000 neuen Treckern kamen 10,3 Prozent weniger in den Verkehr als im ersten Halbjahr 1999.

Die Neuanmeldungen der führenden Pkw-Hersteller im ersten Halbjahr 2000 (Vorjahreshälfte in Klammern):



  • 1. VW-Konzern 539 700 (1./601 900)
    davon Volkswagen 346 000 ( 399 900)
    Audi 126 000 ( 137 000)
    Skoda 35 200 ( 28 700)
    Seat 32 500 ( 36 300)
  • 2. Opel-Konzern 222 900 (2./280 200)
  • 3. Daimler-Chrysler 216 000 (3./216 000)
  • 4. Ford 129 300 (4./182 900)
  • 5. BMW 126 300 (6./128 400)
  • 6. Renault 106 100 (5./134 500)
  • 7. Citroen/Peugeot 83 300 (8./ 81 500)
    davon Peugeot 54 000 (56 500)
    Citroen 29 300 (25 000
  • 8. Fiat 75 100 (7./ 86 500)
  • 9. Toyota 46 000 (10./41 200)
  • 10.Mazda 46 000 (9./ 49 700)

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