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31.01.2003

18:00 Uhr

Deutschland und die USA betroffen

Coca-Cola streicht kräftig Stellen

Coca-Cola streicht in Deutschland und den USA kräftig Arbeitsplätze. Der größte Coca-Cola-Abfüller in Deutschland stellt die Produktion an drei Standorten ein und baut fast jeden zehnten Arbeitsplatz ab.

HB/dpa BERLIN/NEW YORK. Wie die Coca Erfrischungsgetränke AG-Cola (CCE AG) am Freitag in Berlin mitteilte, soll die Produktion in Köln, Karlsruhe und Osnabrück in diesem Jahr still gelegt werden. Die Werke blieben als Vertriebsstandorte erhalten. Insgesamt seien etwa 900 Arbeitnehmer betroffen. Die CCE AG, die etwa 70 Prozent des deutschen Coca-Cola-Marktes abdeckt, beschäftigt derzeit rund 9700 Mitarbeiter.

In Nordamerika streicht die Coca-Cola Company rund 1000 der 12 0000 Arbeitsplätze. Weltweit beschäftigt der führende Getränkehersteller 30 000 Mitarbeiter. Die Coca-Cola Company hatte in den vergangenen Jahren bereits 5200 Stellen abgebaut.

Ein CCE-AG-Sprecher begründete den Schritt für Deutschland mit einer Anpassung der Kapazitäten an den Markt. Das Unternehmen verfüge dann über ein "adäquates Füllvolumen". Mit dem seit Jahresbeginn geltenden Dosenpfand habe die Entscheidung nichts zu tun, sagte er. Die Werke Köln und Karlsruhe füllten vor allem in Glasflaschen ab, die bei Verbrauchern nicht mehr gefragt seien. Das Unternehmen verwies darauf, dass noch im Frühjahr dieses Jahres in Halle eine neue Abfüllfabrik in Betrieb genommen werde. Zu den erhofften Einsparungen durch die Stilllegung wurden keine Angaben gemacht.

Die CCE AG ist mit einem Verkaufsvolumen von rund 2,5 Milliarden Litern nach eigenen Angaben das größte Getränkeunternehmen in Deutschland. Das Sagen in dem Unternehmen hat der deutsche Ableger des Coca-Cola-Konzerns, die Coca Cola GmbH. Diese will den Firmensitz noch in diesem Frühjahr von Essen nach Berlin verlegen. Im wichtigen deutschen Markt setzt der Konzern neben Getränken der Marke Coca-Cola auch Fanta, Sprite, Bonaqa, Mezzo Mix oder Lift Apfelsaftschorle ab.

Die 1996 gegründete CCE AG hat seither stark expandiert und andere Coca-Cola-Konzessionäre erworben. Das immer größer werdende Unternehmen mit zeitweise rund 60 Standorten schrieb aber bald Verluste. Im Jahr 2000 war ein Minus von 97 Millionen Euro aufgelaufen bei einem Umsatz von 2,04 Milliarden Euro. Auch für 2002 waren rote Zahlen erwartet worden.

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