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04.01.2004

11:46 Uhr

DFL: "Im Moment kein Thema"

Premiere-Chef für Bundesliga am Freitag

Der Chef des Pay-TV-Senders Premiere, Georg Kofler, schlägt der Fußball-Bundesliga eine Rückkehr zu Spielen am Freitagabend vor. Mehr Geld an die DFL könne der Sender nur mit mehr Abonnenten zahlen.

HB BERLIN. Der Chef des Pay-TV-Senders Premiere ist dafür, dass die Fußball-Bundesliga zu Spielen am Freitagabend zurückkehrt. Dies sei seine «Lieblingsidee und Wunschvorstellung», sagte Georg Kofler der «Bild am Sonntag» und der «Welt am Sonntag».

Kofler würde es begrüßen, wenn direkt im Anschluss an die Partien der 2. Liga zwei Erstliga-Begegnungen ab 20.45 Uhr ausgetragen würden. Der Sonntag würde damit komplett der 2. Liga zur Verfügung stehen. Für den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL), Wilfried Straub, ist dagegen eine Änderung «im Moment kein Thema».

Den Forderungen aus der Bundesliga, Premiere solle in Zukunft mehr als die derzeit 150 Millionen Euro jährlich für seinen Teil an den Fernsehrechten bezahlen, war Kofler zuletzt wiederholt mit dem Wunsch nach mehr Exklusivität (weniger Fußball im Free-TV) entgegengetreten.

Wenn die Liga dazu beitrage, die Abonnentenzahl seines Senders zu steigern, «sind wir bereit und in der Lage, mehr zu zahlen», sagte der Südtiroler. Er fügte hinzu, er sei «offen für flexible Regelungen», etwa ein Vorziehen von einem der sieben Spiele vom Samstag auf den Freitag. Kofler schwebt eine Steigerung der Abonnenten von «2,9 auf 3,5 bis vier Millionen» vor, ehe über eine Aufstockung der Summe gesprochen werden könne.

Kofler stellte weiterhin klar, dass der Abo-Sender keine Unsummen zahlen könne: «Wir schreiben erstmals schwarze Zahlen, es sind keine großen Sprünge drin. Und ich werde Premiere nach der mühsamen Sanierung nicht wieder in eine Krisensituation hineinführen. Man kann das Fernsehen nicht ausnehmen wie eine Weihnachtsgans und gleichzeitig erwarten, dass es ein leistungsfähiger Partner bleibt.»

Bei einer Verlegung der derzeit zwei Sonntagspiele auf den Freitag ergäben sich für die DFL allerdings Probleme. So würde das DSF als TV-Partner und damit «Geldgeber» der Sonntagspiele ausfallen.

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