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07.01.2002

15:43 Uhr

DGZ Deka-Bankchef Zaß erwartet Rückgang um rund ein Drittel in drei Jahren

Zahl der Sparkassen wird laut Prognose deutlich sinken

Die Zahl der Sparkassen wird nach Einschätzung des Chefs der DGZ Deka-Bank, Manfred Zaß, in den kommenden drei Jahren um etwa ein Drittel von derzeit rund 540 Instituten auf 350 sinken.

ap FRANKFURT. In der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Montagausgabe) bewertete der Vorstandsvorsitzende des Spitzeninstituts des öffentlich-rechtlichen Banksektors die Marktposition der Sparkassen dennoch positiv. "Ich bin für den Sparkassensektor sehr optimistisch. Wer 50 Millionen Kunden hat und 134 Millionen Konten, der kann nicht so ohne weiteres aus dem Markt gedrängt werden", wurde Zaß zitiert. Der Sparkassen- und Giroverband erklärte, es sei klar, dass es größere aber weniger Sparkassen geben werde. Man werde den entscheidenden Wettbewerbsvorteil, nämlich Ortsnähe und Kundenbindung, jedoch nicht aufgeben. Die Entscheidung falle letztlich vor Ort.

Zaß zufolge besteht grundsätzlich auch in anderen Teilen des öffentlich-rechtlichen Finanzsektors die Möglichkeit zur Zentralisierung, zum Beispiel bei den Landesbanken und den Bausparkassen. Da das Sparkassenrecht jedoch Landesrecht sei, gestalte sich eine Konsolidierung in diesen Bereichen schwierig. Nach Angaben des Sparkassen- und Giroverbandes betreiben die Sparkassen in Deutschland rund 18 000 Geschäftsstellen und beschäftigen mehr als 280 000 Mitarbeiter. Gemessen an der Bilanzsumme liegt der Marktanteil bei mehr als 36 Prozent.

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