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25.01.2003

18:39 Uhr

DHB-Team entzaubert Portugal mit 37:29 und besteht WM-Reifeprüfung

Vierter WM-Sieg für Deutsche Handballer

Die deutschen Handballer haben dem Heimvorteil der Portugiesen getrotzt und damit ihre WM-Reifeprüfung souverän bestanden. Der EM-Zweite entzauberte den Gastgeber am Samstag in Viseu mit 37:29 (19:15).

HB/dpa VISEU/PORTUGAL. Nach dem vierten klaren Erfolg in der vierten WM-Partie ist die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) nur noch einen Sieg im abschließenden Spiel gegen Island am Sonntag (17.15 Uhr/ZDF) vom Gewinn der Vorrunden-Gruppe B entfernt.

Vor 2800 Zuschauern im Pavilhao Multiusos waren für das Team von Bundestrainer Heiner Brand die Außenspieler Florian Kehrmann (Lemgo/10) und Stefan Kretzschmar (Magdeburg/9/1) die besten Torschützen in der überraschend einseitigen Partie. "Ich bin erleichtert, dass wir dieses Spiel gewonnen haben und damit sicher ist, dass wir nicht mit null Punkten in die Hauptrunde gehen. Es war sicher kein leichtes Spiel, auch wenn die Tordifferenz das vielleicht aussagen könnte. Die Mannschaft hat sich jedes Tor erkämpft", resümierte Brand.

"Das sind die Spiele, wegen denen wir bei der WM sind", konstatierte Rückraumspieler Volker Zerbe. Der 34-jährige Lemgoer gehörte wie in den drei Begegnungen zuvor zur Anfangsformation. "Viele der Erfahrenen machen hier einen sehr konzentrierten Eindruck. Deswegen vertraue ich auch auf sie", sagte Brand. So meisterte das Team auch die Manndeckung gegen Spielmacher Markus Baur (Lemgo), der dadurch nur selten Akzente setzen konnte.

Trotzdem sorgten die Routiniers schnell für eine 3:0-Führung (3.). Nach vier Holztreffern hintereinander glichen die enthusiastisch angefeuerten Gastgeber zum 4:4 (9.) aus. Doch der EM-Zweite ließ sich davon ebenso wenig beirren wie von den lautstarken Pfiffen der Zuschauer. Abgeklärt kombinierte die DHB-Auswahl wie in zahlreichen Trainingseinheiten einstudiert und hatte beim 7:4 (11.) wieder drei Tore Vorsprung. "Wir haben Geduld gehabt und schön durchgespielt", meinte Pascal Hens (Wallau-Massenheim).

Die Portugiesen konnten einige Male lediglich bis auf ein Tor Rückstand verkürzen. Zum Ende der ersten Halbzeit zogen die Deutschen das Tempo noch einmal an und bauten ihre Führung zwischenzeitlich bis auf 18:13 (27.) aus. Neben dem spielfreudigen Kretzschmar und dem schnellen Kehrmann sorgte Torhüter Henning Fritz (Kiel) als sicherer Rückhalt für einen komfortablen 25:16-Vorsprung (37.). "Wir waren alle heiß, denn wir wussten, wie wichtig das Spiel ist. Die Abwehr hat sensationell gestanden, und Henning muss man ein riesiges Kompliment machen", sagte Kehrmann.

"Man muss seinen eigenen Streifen spielen", hatte Brand gefordert. Das tat seine Mannschaft auch und ließ dem EM-Siebten des Vorjahres keine Zeit zum Luft holen. Aus einer beweglichen und dynamischen Abwehr heraus setzte die DHB-Auswahl den Gastgeber beständig unter Druck und führte beim 27:17 (40.) erstmals mit zehn Toren.

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