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24.01.2003

07:38 Uhr

DHB-Team in der Hauptrunde

„Gegen Portugal geht es richtig los"

Die deutschen Handballer haben ihre Serie hoher Siege fortgesetzt und sich bei der Weltmeisterschaft in Portugal vorzeitig für die Hauptrunde qualifiziert. In ihrem dritten Spiel der Vorrundengruppe C feierte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) am Donnerstag in Viseu mit dem 34:20 (20:11) gegen Grönland erneut ein Tore-Festival.

Stefan Kretzschmar war bester deutscher Torschütze. Foto: dpa

Stefan Kretzschmar war bester deutscher Torschütze. Foto: dpa

HB/dpa VISEU. Zuvor hatte der EM-Zweite bereits Katar (40:17) und Australien (46:16) deklassiert. Nach einem Ruhetag spielt das Team von Bundestrainer Heiner Brand am Samstag (16.15 Uhr/live ZDF) gegen Gastgeber Portugal und am Sonntag (17.15 Uhr) gegen den EM-Vierten Island um den Gruppensieg.

Vor rund 800 Zuschauern im Pavilhao Multiusos war Stefan Kretzschmar (8/1) vom SC Magdeburg bester Torschütze der deutschen Nationalmannschaft, die den bisherigen Tempo-Handball vermissen ließ und ihre bislang schwächste WM-Leistung bot. Bei den Grönländern warfen Jakob Larsen (8) und der beim TV Gelnhausen spielende Hans- Peter Motzfeld (7) die meisten Tore. "Die Grönländer sind schön zur Sache gegangen. Die Leute kann man nicht einfach so austanzen", sagte Kretzschmar. Und Kreisspieler Mark Dragunski (Flensburg-Handewitt) meinte: "Das hat heute Spaß gemacht. Das war endlich richtiger Handball."

"Grönland ist schon eine unangenehme Mannschaft. Die haben ein anderes Niveau als Australien oder Katar", urteilte Bundestrainer Heiner Brand, "ich bin mit dem heutigen Spiel weitgehend zufrieden." Zwei Jahre nach dem ersten Aufeinandertreffen und dem 39:8-Sieg bei der WM in Frankreich ließen es die deutschen Spieler gemächlich angehen. "Wir werden noch einmal unsere Spielzüge ausprobieren und gegen Portugal geht es richtig los", blickte der Lemgoer Rechtsaußen Florian Kehrmann bereits voraus.

Doch gar so leicht machten es die Grönländer dem Favoriten nicht. Vielmehr bestätigte der Dritte der Panamerika-Qualifikation die Einschätzung von Heiner Brand. Vor allem Linkshänder Motzfeld sorgte mit vier Treffern dafür, dass das deutsche Team in der ersten Viertelstunde nicht zu weit entrückte und nur mit 10:6 (16.) führte. Erst danach demonstrierte der EM-Zweite seine Stärke. Trotz einiger Schwächen im Abschluss setzten sich die Deutschen auf 16:6 (23.) ab und gingen mit einer 20:11-Führung in die Halbzeitpause.

Auch zu Beginn der zweiten 30 Minuten tat sich das Brand-Team schwerer als erwartet. Unkonzentriert wurden selbst beste Torchancen vergeben. Zudem parierte Grönlands Torhüter Niels Davidsen zahlreiche Würfe. Dadurch konnte der EM-Zweite seinen Vorsprung nicht wie zuvor gegen Katar und Australien deklassierend ausbauen. "Das war der bisher schwerste Gegner, eine Mannschaft, die über Spielkultur verfügt und einige kantige Typen hat", sagte Brand.

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