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02.01.2003

15:09 Uhr

Die Börsenkolumne aus New York

Alkoholverbot am Times Square

Von© Wall Street Correspondents

Am Times Square gibt es heute Abend Brause und Wasser. Alkohol dürfen die Besucher nicht mit ins Herzen New Yorks bringen. Auf dem Parkett der New Yorker Börse vergnügen sich die Trader in den Mittagsstunden mit Pepsi und Pizza.

Aber die Champagner Korken sind an der Börse auch in der Vergangenheit nur bildlich geknallt. Business ist Business und Freizeit ist Freizeit. Ein Gläschen Sekt am Arbeitsplatz ist in den USA nicht so üblich wie in Europa. Dabei gibt es aus Börsensicht viele Gründe, um auf ein besseres Neues Jahr anzustoßen.

Seit den Jahren 1939 bis 1941 gab es keine anhaltende dreijährige Durststrecke. Doch auch dieser Rekord wurde nun eingestellt. Auf Jahressicht hat der Dow Jones 17 und der S&P 500 23 Prozent verloren. Der Nasdaq Composite sackte sogar um 31 Prozent ab. Dabei gab es an der, immer noch, technologieorientierten Börse einiges zu holen. Der Onlineeinzelhändler Amazon verbesserte sich auf Jahressicht um 75 Prozent. Petsmart legte 80 Prozent zu. Bei dem Unternehmen gibt es alles für das Haustier. Pixar, die wie Petsmart seit einer Woche neu im Nasdaq 100 gehandelt werden, verbesserte sich um 48 Prozent. Pixar kreiert unter anderem Monster für Trickfilme.

Investoren mussten aber schon einen besonders feinen Riecher haben, um das Jahr im Plus zu beenden. Mit den Klassikern wie Intel (- 52 Prozent), Sun (- 75 Prozent) oder Microsoft (- 20 Prozent) ließ sich auf Jahressicht kein Geld verdienen. Der Halbleiterindex fiel um 44 und der Biotech-Index um 42 Prozent.

Mit einer Arbeitslosenquote auf dem Niveau von 1994, dem schlappsten Weihnachtsgeschäft seit 1970, dem Ölpreis auf dem Niveau von 2000 und der ungewissen geopolitischen Lage stehen die Börsen-Sterne auch für 2003 zunächst nicht günstig. Dafür wird es nach drei Minusjahren aber auch leichter sein, die Vorgaben zu schlagen. Darauf sollte man auch am Times Square ein Gläschen trinken.

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