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06.03.2003

11:26 Uhr

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Die größten Streiks und Warnstreiks der Eisenbahner

Einen regulären Streik bei der Deutschen Bahn gab es zuletzt 1992, Warnstreiks hatte es vergangenes Mal im Jahr 2000 gegeben. Ein Rückblick.

HB/dpa HAMBURG.

September 2000: Vor allem der Nahverkehr in den Ballungsgebieten kommt zum Erliegen, als die Gewerkschaft Transnet (früher GdED) nach wochenlangen Verhandlungen zu Warnstreiks aufruft. Die Beteiligung von nur einigen hundert Lokführern und Beschäftigten in Stellwerken hat zur Folge, dass zeitweilig mehrere hunderttausend Pendler festsitzen. Mit der Einigung auf eine stufenweise Anhebung der Löhne um bis zu 2,5 Prozent wird ein regulärer Arbeitskampf abgewendet.

April/Mai 1992: Vom elftägigen regulären Streik im öffentlichen Dienst ist auch der Nah- und Fernverkehr der Bahn betroffen. Insgesamt fallen 3200 Personenzüge und 390 Güterzüge aus, nur die Hälfte der Intercity-Züge wird eingesetzt. Ergebnis des Arbeitskampfes: 5,4 Prozent höhere Einkommen und mehr Urlaubsgeld.

November 1990: Kurz nach der deutschen Einheit legen Beschäftigte der damaligen Deutschen Reichsbahn (DR) fast den gesamten Fern- und Güterverkehr in den neuen Ländern lahm. Schwer behindert wird auch der Verkehr nach Westdeutschland und Osteuropa. Die GdED und die Reichsbahn einigen sich schließlich unter anderem darauf, dass der geplante Stellenabbau sozialverträglich erfolgt.

Februar 1974: Auch am ersten großen Nachkriegsstreik im öffentlichen Dienst sind die Eisenbahner beteiligt. Die Aktionen der Bahngewerkschaft betreffen vor allem die Gepäckabfertigung und Rangierbahnhöfe. Tausende kamen zu spät zur Arbeit. Aus "Solidarität" fährt in Berlin die von der DDR betriebene S-Bahn nicht. Am Ende des dreitägigen Ausstands einigen sich die Tarifpartner auf elf Prozent mehr Lohn.

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