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24.01.2003

17:41 Uhr

Die meisten Festgenommenen sind Algerier

Extremisten vor Chemie-Anschlag festgenommen

Die spanischen Behörden haben nach eigenen Angaben 16 mutmaßliche Extremisten mit Verbindungen zur Organisation El Kaida festgenommen, die offenbar einen Chemie-Anschlag planten. Die Polizei habe ein großes Terror-Netzwerk gesprengt, sagte Spaniens Ministerpräsident Jose Maria Aznar am Freitag.

Reuters MADRID. "Das Netzwerk hatte Verbindungen zu Terroristen, die kürzlich in Frankreich und Großbritannien festgenommen wurden, und sie haben Anschläge mit Sprengstoff und Chemikalien vorbereitet." Aus Gerichtskreisen war zuvor verlautet, es seien 19 Personen festgenommen worden, von denen bis zu acht wegen Mangels an Beweisen wieder auf freien Fuß gesetzt werden müssten.

Bei Hausdurchsuchungen in der Region Katalonien um Barcelona seien neben Chemikalien elektronische Bauteile, Zünder und Fernauslöser gefunden worden, sagte Spaniens Innenminister Angel Acebes. Die meisten Festgenommenen seien Algerier. Aus den Gerichtskreisen verlautete, der Einsatz von 180 Polizisten gehe auf ein Ersuchen Frankreichs zurück. Aznar sprach von Verbindungen der Festgenommenen zu einer Untergruppe der Bewaffneten Islamischen Gruppe (GIA), die wiederum Verbindungen zu der El-Kaida-Organisation des radialen Moslems Osama bin Laden habe. Diese wird für die Anschläge am 11. September 2001 in den USA verantwortlich gemacht.

In Italien wurden am Donnerstag fünf Marokkaner unter dem Verdacht festgenommen, terroristischen Aktivitäten nachzugehen. Zuvor hatte die Polizei Sprengstoff und Karten gefunden, auf denen unter anderem eine Straße markiert war, die zu einer Nato-Anlage führte. Die britische Polizei hatte am 05. Januar in einer Londoner Wohnung das Gift Ricin gefunden. Danach war unter anderem eine Moschee durchsucht und acht Personen festgenommen worden.

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