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28.01.2001

14:07 Uhr

ap FRANKFURT/MAIN. In Deutschland gibt es seit Samstag 24 bestätigte BSE-Fälle - neun in Bayern, je vier in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen, drei in Baden-Württemberg, zwei in Mecklenburg-Vorpommern, einen in Sachsen-Anhalt und einen in Nordrhein-Westfalen. Dazu im folgenden eine Chronik:

26. November 2000 - In Schleswig-Holstein wird die erste BSE-Erkrankung eines aus Deutschland stammenden Rindes nachgewiesen. Eine 1996 in Hörsten geborene Kuh wird positiv getestet. Der gesamte Bestand wird am nächsten Tag getötet.

6. Dezember 2000 - In allen Bundesländern sind ab sofort BSE-Schnelltests an Schlachtrindern vorgeschrieben, die älter als 30 Monate sind.

17. Dezember 2000 - Der zweite Fall von Rinderwahn in Deutschland wird in Bayern bestätigt. Die im Oktober 1995 geborene Kuh stammte aus einem Familienbetrieb in Sulzberg im Oberallgäu.

20. Dezember 2000 - Auch der BSE-Verdacht bei einem Rind aus dem bayerischen Landkreis Cham bestätigt sich. Das im März 1996 geborene Tier gehörte zu einem bäuerlichen Familienbetrieb in Stamsried.

21. Dezember 2000 - Zwei weitere BSE-Fälle in Bayern: Die Rinder stammten aus den Landkreisen Weilheim/Schongau in Oberbayern und Neumarkt in der Oberpfalz.

22. Dezember 2000 - Die EU-Kommission fordert Deutschland auf, alle exportierten Lebensmittel mit Rinderbestandteilen, insbesondere Dosenwurst, zurückzurufen.

27. Dezember 2000 - Ein weiterer BSE-Fall in Bayern:. Die betroffene Kuh stammte aus Westerheim bei Memmingen.

28. Dezember 2000 - Niedersachsen hat seinen ersten BSE-Fall. Betroffen ist eine im Mai 1996 geborene Kuh aus dem Landkreis Osnabrück.

4. Januar 2001 - In Bayern gibt es zwei weitere BSE-Fälle, darunter einer bei einer erst 28 Monate alten Kuh aus Freising. In Lindau am Bodensee diagnostizieren drei Tierärzte Rinderwahn bei einer noch lebenden 1995 geborenen Kuh.

5. Januar 2001 - In Schleswig-Holstein wird ein zweites Rind mit BSE-Verdacht entdeckt, eine vier Jahre alte Milchkuh aus dem Kreis Stormarn. Es ist der zehnte Fall von Rinderwahn in Deutschland.

9. Januar 2001 - Das Tübinger Referenzlabor bestätigt Rinderwahn bei einer 1995 geborenen Kuh aus dem niedersächsischen Landkreis Celle. Als Konsequenz aus der BSE-Krise treten Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer und Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke zurück.

10. Januar 2001 - Die ersten BSE-Fälle in Baden-Württemberg: Betroffen sind ein Milchbetrieb bei Biberach und ein Hof im Landkreis Reutlingen. Grünen-Chefin Renate Künast wird neue Ministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, das Gesundheitsressort geht an die SPD-Politikerin Ulla Schmidt.

11. Januar 2001 - Neuer BSE-Fall in Schleswig-Holstein, und zwar wiederum auf dem schon zuvor betroffenen Hof im Kreis Stormarn. Zum ersten Mal werden damit zwei BSE-Fälle in einer Herde entdeckt.

12. Januar - Erster BSE-Fall in Ostdeutschland: In Mecklenburg-Vorpommern war eine Kuh aus Tarnow im Landkreis Güstrow befallen.

17. Januar - Ein Fall im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven und ein weiterer im baden-württembergischen Ravensburg bestätigen sich.

24. Januar - In Bayern bestätigt sich der achte Fall von Rinderwahn im Landkreis Dachau. Sachsen-Anhalt hat den ersten BSE-Fall auf einem Hof mit mehr als 1 000 Rindern im Landkreis Merseburg-Querfurt.

26. Januar - Künast ordnet BSE-Tests für alle Schlachtrinder ab einem Alter von 24 Monaten an.

27. Januar - Als 20. BSE-Fall in Deutschland bestätigt sich ein Verdacht bei einem fünf Jahre altem Rind aus Groß Nemerow in Mecklenburg-Vorpommern. Positive Befunde erhalten kurz darauf auch eine Milchkuh aus Dithmarschen in Schleswig-Holstein sowie ein Rind aus Niedersachsen, das im Kreis Gütersloh geschlachtet worden war. BSE bestätigt sich ferner bei einem 28 Monate alten Rind aus Wesel; dies ist der erste Fall in Nordrhein-Westfalen und bundesweit der zweite bei einem Tier unter 30 Monaten. An Rinderwahn litt ferner eine Kuh aus dem Oberallgäu, die schon zu Lebzeiten eindeutige BSE-Symptome gezeigt hatte.

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