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14.02.2001

10:25 Uhr

Die Übernahme eines Börsenmaklers sei nicht geplant

Comdirekt dementiert Zukaufgerüchte

Das in einem Vorabbericht veröffentlichte Interviewzitat sei "definitiv nicht richtig", sagt Mathias Hajek von Comdirect.

Reuters FRANKFURT. Die am Neuen Markt gelistete Direktbank Comdirect Bank AG hat einen Magazinbericht über die angestrebte Übernahme eines Börsenmaklers dementiert. Comdirect-Sprecher Mathias Hajek sagte, es sei "definitiv nicht richtig", dass Comdirect einen Börsenmakler kaufen wolle. Das vom Anlegermagazin "Focus Money" in einem Vorabbericht zur Donnerstagausgabe veröffentlichte Interviewzitat von Comdirect-Vorstandschef Bert Weber sei aus dem Kontext gerissen und falsch dargestellt worden, fügte er hinzu. Die ursprüngliche Aussage habe gelautet, die Quickborner Direktbank prüfe gemeinsam mit der Mutter Commerzbank AG, wie die Wertschöpfungskette verlängert werden könne. Darauf habe sich auch die Aussage Webers bezogen: "Hier sind wir bereits unterwegs."

Der Comdirect-Sprecher bestätigte hingegen die von dem Magazin gemeldeten Akquisitionsabsichten des Instituts im Ausland. Hintergrund sei, dass es wegen des dort scharfen Wettbewerbs nicht möglich sei, im Ausland aus eigener Kraft zu wachsen. Er sagte weiter, die Kriegskasse zum Erwerb von ausländischen Unternehmen sei "gut gefüllt". Hajek bestätigte weiter, dass comdirect die Marketingkosten im ersten Quartal heruntergefahren habe. Jedoch sollten die Marketingaktivitäten mit Beginn einer paneuropäischen Comdirect-Kampagne Ende April/Anfang Mai wieder hochgefahren werden.

Die Aktien der im Blue Chip-Index des Neuen Marktes Nemax50 vertretenen Direktbank gewann am Mittwochmorgen gegen den Markttrend 1,58 % hinzu auf 17,38 Euro. Der Nemax50-Index verlor zur gleichen Zeit 4,27 % auf 2380,21 Stellen.

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