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17.01.2001

19:47 Uhr

Nur aus einer sehr extremen Vogelperspektive lassen sich die Vorstöße der Fluggesellschaft in das E-Business noch überblicken. Für Lufthansa-Chef Jürgen Weber hat das Wirrwarr dennoch Methode. Was als "Multi-Channel-Strategie" daher kommt, bedeutet nichts anderes, als, selten mit Überzeugung und Herzblut, auf verschiedene Pferde zu setzen. Eines wird schon ankommen.

So bastelt die Fluggesellschaft seit Mai - und inzwischen schon ein Vierteljahr länger als geplant - mit acht Konkurrenten an einem gemeinsamen Reisemarkt für Buchungen. Der eigene Info Flyway wird voran gebracht. Mit T-Online hat Lufthansa ebenso Abkommen unterzeichnet wie mit dem Netzwerkspezialisten Cisco Systems.
Die Fluggesellschaft nimmt dabei im Kundengeschäft stets einen Logenplatz ein. Denn auf längere Sicht müssen die kleineren Reisebüros verlieren. Schritt für Schritt wollen ihnen Lufthansa und auch die anderen Gesellschaften das Geschäft abnehmen. Die Margen werden zusammen gestrichen, E-Commerce-Angebote Schritt für Schritt ausgebaut, die besonders lukrativen Geschäftsreisen zunehmend in den Direktvertrieb verlagert. Einen Donnerschlag hat es bislang aber noch nicht gegeben. So können sich die Reisebüros- noch - in möglicherweise trügerischer Sicherheit wiegen. Nur die Ankündigung, 2005 ein Viertel der Tickets über das Internet abzusetzen, steht weiter im Raum.

Ob die Partnerschaft mit Travel24.com für das an der Börse arg gerupfte Internetunternehmen die Wende zum Guten bringt, ist längst noch nicht ausgemacht. Der starke Kursanstieg der Aktie am Mittwoch zeigt vor allem eines: Am Neuen Markt sind die Zocker zurück.

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