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04.03.2003

12:57 Uhr

Digitalfotografie ist der Bringer

Cewe Color mit deutlichem Ergebnisplus

Die Digitalfotografie brachte dem Foto-Großlaboranten Cewe Color ein starkes Ergebniswachstum bei konstanten Umsätzen. Für Digitalbilder zahlen die Kunden fast das Dreifache des herkömmlichen Bildpreises.

dpa/vwd OLDENBURG. Der Foto-Großlaborant Cewe Color hat durch ein starkes Wachstum bei digitalen Produkten sein Jahresergebnis 2002 deutlich gesteigert. Nach dem am Dienstag veröffentlichten vorläufigen Geschäftsbericht wuchs das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr um rund 66 Prozent auf 16,4 Millionen Euro. Der Konzernumsatz erhöhte sich auf 439 (Vorjahr: 437) Millionen Euro.

Der Vorstand rechnet bei der Hauptversammlung am 26. Juni mit einer an das Ergebnis angepassten Dividendenerhöhung. Für das Geschäftsjahr 2003 plant die CeWe Color Holding AG (Oldenburg) bei konstanten Umsätzen und zunehmend digitalen Produkten einen leichten Ergebniszuwachs.

Die Digitalfotografie brachte dem Unternehmen mit neuen Produkten zusätzliche Absatz-, Umsatz- und Ertragschancen. Allein die Image-CD als Datenträger für Fotos trug über 7 Millionen Euro zum Unternehmensumsatz bei. Die Zahl der belichteten Digitalfotos verfünffachte sich nahezu auf knapp 40 Millionen.

Während die analoge Bildentwicklung um zwei bis fünf Prozent zurückgehen werde, dürfte der digitale und sehr margenstarke Bereich ein Plus zwischen 50 und 200 Prozent ausweisen. In dieser Prognose seien die Verunsicherung durch einen möglichen Irak-Krieg und der Rückgang im Tourismus eingepreist. Für ein Digitalfoto hat ein Kunde im vergangenen Jahr 0,19 Euro bezahlt. Das sei fast das vierfache Niveau des Einstiegspreises bei der klassischen Fotografie mit 0,05 Euro, sagte Vorstandschef Rolf Hollander. Die Preise für Digitalfotos werden im Verlauf der Jahre nach seiner Einschätzung zwar sinken aber sehr langsam und über einen langen Zeitraum. Zum 1. März 2003 hat der Fotofinisher die Preise im Amateurbereich um 3,9 Prozent und im Profibereich um 4,9 Prozent angehoben. Die Preise der digitalen Produkte habe man nicht erhöht, sagte Hollander.

In den kommenden Jahren will der Dienstleister durchschnittlich 30 Millionen bis 35 Millionen Euro pro Jahr investieren, vor allem in die EDV und die zukunftsträchtigen digitalen Produkte. Die Mittel sollen aus dem Cash-Flow stammen. Man habe eine hohe Eigenkapitalquote und wolle nur wenig Fremdkapital einsetzen, sagte Hollander. Es seien keinerlei Kapitalmaßnahmen geplant oder erforderlich. Chancen für neue Produkte ergäben sich beispielsweise bei den Handyfotos.

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