Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.02.2001

14:23 Uhr

Digitalisierung und neue Dienstleistungen unterstützen die gute Konjunktur

Unterhaltungselektronik will 40 Mrd. DM umsetzen

Die Nation will wieder unterhalten werden, das erwartet die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik.

dpa BERLIN. Die Branche der Unterhaltungselektronik ist im Funkausstellungsjahr optimistisch und erwartet ein Umsatzplus von 6 % auf 40 Mrd. DM. Die gute Konjunktur sowie die Digitalisierung mit erweiterter Anwendung und neue Dienstleistungen werden das Geschäft beleben, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Rainer Hecker, am Donnerstag in Berlin.

Schlagworte der Funkausstellung (IFA) seien DVD und Home Cinema, die digitale Produktion, Übertragung und Wiedergabe von Fernsehprogrammen auf große Bildschirmformate. Für die Vernetzung im Heim werden kabelgebundene und drahtlose Netze für Multimedia gezeigt. Zudem werde es erste Eindrücke für die Nutzung der vierten Mobilfunk-Generation mit UMTS geben, wurde angekündigt. Für die Verbraucher kündigte Hecker wegen des schärferen Wettbewerbs günstige Preise an. Die IFA (25. August bis 2. September) sei das weltgrößte Branchentreffen, bei dem Aufträge für weit über 3 Mrd. DM erteilt werden.

Rekordbeteiligung bei Berliner Messe erwartet

Die Messe Berlin erwartet nach Angaben von Geschäftsführer Christian Göke eine Rekordbeteiligung von über 900 Ausstellern aus 30 Ländern. Nahezu alle am Weltmarkt tätigen Unternehmen des Consumer Electronics seien in Berlin vertreten. Die Messe soll von Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnet werden, kündigte Göke an.

Beim Kauf neuer TV-Geräte soll dem Kunden auch die einfache Nutzung des Internets via Fernsehen gezeigt werden. Laut Hecker sind 80 % der Käufe von TV-Geräten Ersatzbeschaffungen. Die Branche will auch zeigen, dass alle Geräte mit Monitor internetfähig seien. Die IFA bringe die "digitale Zeitwende" mit einer Veränderung des Marktgeschehens, sagte Hecker. Hersteller von Hardware würden sich mehr um Inhalte bemühen. Die Anbieter von Inhalten und Diensten würden die direkte Vermarktung intensivieren und sich mehr für Endgeräte interessieren.

Videospiele, HiFi-Bereich, PC-Geräte mit steigendem Umsatz

Die Branche erwartet bei der klassischen Unterhaltungselektronik in diesem Jahr einen Zuwachs von 3,3 % auf 18,9 Mrd. DM, sagte Hecker. Der Umsatz mit Videospielen (Hard- und Software) werde um 13 % auf knapp 2 Mrd. DM steigen. Im HiFi- Bereich wird ein Plus von 3 % auf 3,2 Mrd. DM und bei der privat genutzten Telekommunikation ein unveränderter Umsatz von 4,4 Mrd. DM erwartet. Optimistisch werde auch der Absatz von PC- Geräten eingestuft, der um 11 % auf 16,4 Mrd. DM steigen soll. Im vergangenen Jahr konnte die Branche den Umsatz um 10 % auf 37,5 Mrd. DM erhöhen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×