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02.07.2000

16:44 Uhr

Dini hat keine Angst vor einem Europa der zwei Gechwindigkeiten

Italiens Außenminister trägt schnellere EU-Integration mit

Italien hat nach den Worten von Außenminister Lamberto Dini keine grundsätzlichen Einwände gegen eine schnellere EU-Integration, solange sie allen Mitgliedsstaaten offen steht.

Reuters ROM. Der italienische Außenminister Lamberto Dini hat die französisch-deutschen Vorschläge zur Beschleunigung der europäischen Integration begrüßt. Dieser Prozess sollte aber allen Mitglieder der Europäischen Union (EU) offen stehen und nicht auf eine Kerngruppe innerhalb der EU beschränkt werden, sagte Dini in einem Interview der Zeitung "Il Sole 24 Ore", das am Sonntag veröffentlicht wurde.

Dini bezog sich mit seinen Äußerungen auf einen Vorschlag des französischen Präsidenten Jacques Chirac, eine Gruppe von Avantgarde-Staaten in der EU mit Frankreich und Deutschland an der Spitze sollten im Integrationsprozess vorangehen. Eine Beschleunigung der politischen und wirtschaftlichen Integration sei wünschenswert, sagte Dini, sollte aber im Rahmen der EU geschehen und nicht außerhalb.

Der Vorschlag Chiracs hatte in einigen Ländern wie Großbritannien die Befürchtungen laut werden lassen, er laufe auf ein Europa der zwei Geschwindigkeiten hinaus, wodurch manche Staaten abgehängt werden könnten. Dini sagte, er habe diese Sorge für Italien nicht. Er sehe in der Initiative Chiracs auch keine "deutsch-französische Achse" innerhalb der EU entstehen.

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