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31.07.2000

22:00 Uhr

Direktbroker

E-Trade will nicht mit Consors kooperieren

Der amerikanische Online-Broker E-Trade Group will in Deutschland nicht mit der Consors Discount Broker AG zusammen arbeiten.

fs LONDON. Der amerikanische Online-Broker E Group-Trade will in Deutschland nicht mit der Consors Discount Broker AG zusammen arbeiten. Consors fällt bald ein Anteil von 35 % an E-Trade Germany zu, dem geplanten deutschen Ableger des amerikanischen Online-Brokers. Wie Judy Balint, Chief International Officer von E-Trade, dem Handelsblatt sagte, will die Gruppe ihr Geschäft in dem wichtigsten europäischen Markt allein starten. "Wir streben die volle Kontrolle über E-Trade Germany an", sagte Balint in London.

Die Gespräche mit dem deutschen Konkurrenten über die Verwendung des Anteils seien zwar noch nicht abgeschlossen. Über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit einem der Marktführer im Online-Brokerage in Deutschland äußerte sie sich jedoch skeptisch: "Die beiden Geschäftsmodelle passen nicht zusammen." Consors selbst sagte auf Nachfrage, es gebe "nichts Definitives". Es stimme jedoch, dass die Gespräche noch liefen. "Wir hoffen, dass es in den nächsten Wochen zu Ergebnissen kommt."

Um Consors loszuwerden, müsste E-Trade den Anteil zurückkaufen. Der Broker selbst hält nur 65 % an E-Trade Germany, der Rest liegt bei der Berliner Effektengesellschaft. Der Direktbroker Consors hatte Ende Mai angekündigt, die Mehrheit an der Berliner Effektengesellschaft zu übernehmen. Damit fallen ihm die 35 % und damit der Anteil am direkten Konkurrenten zu. E-Trade ist einer der größten Online-Broker in den USA. Die Amerikaner wollen bis Ende des Jahres mit aggressivem Marketing in Deutschland einsteigen.

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