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25.02.2003

09:38 Uhr

Diskussion über Verhörmethoden im Fall Metzler

Benda: Folter in keinem Fall legitim

Die Polizei darf nach Ansicht des früheren Verfassungsrichters Ernst Benda auch nicht zum Schutz eines anderen Lebens Gewalt androhen oder foltern.

HB/dpa BERLIN. "Wenn der Staat sich nicht an die Gesetze hält, kann er nicht von seinen Bürgern Gesetzestreue erwarten", sagte der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts der "Berliner Zeitung".

Zwar besitze der Staat das Gewaltmonopol und es sei gesetzlich geregelt, wann er Gewalt anwenden dürfe. "Folter aber ist eben nicht erlaubt", betonte Benda. Deutschland sei internationalen Abkommen beigetreten, die Folter grundsätzlich verböten.

Die Diskussion war in der vergangenen Woche aufgeflammt, nachdem bekannt geworden war, dass Frankfurts Vizepolizeipräsident Wolfgang Daschner dem Entführer von Jakob von Metzler im Verhör hatte Gewalt androhen lassen. Damit sollte der Aufenthaltsort des Kindes ermittelt werden. Daschner hatte sein Verhalten selbst in einer Aktennotiz festgehalten.

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