Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2001

13:08 Uhr

Handelsblatt

Dr. Hönle-Aktie gibt Trend für Neuemissionen 2001 vor

Die vorbörsliche Nachfrage nach den Aktien der Dr. Hönle AG, des ersten in diesem Jahr an den Neuen Markt strebenden Unternehmens, gibt nach Händlereinschätzung voraussichtlich den Trend für das Emissionsgeschäft 2001 vor.

Reuters FRANKFURT. Die Aktie des Anbieters von UV-Technologie wurde am Montag gegen Mittag vorbörslich mit mehr als 16 Euro deutlich über der Preisspanne von neun bis zwölf Euro gehandelt. "Solide Titel wie Hönle, die nicht nur von der Fantasie leben, werden dieses Jahr wohl von den Anlegern bevorzugt werden", sagte Carsten Lütke-Bornefeld, Händler bei der Lang & Schwarz Wertpapier AG. Für diese Titel gebe es ordentliche Nachfrage, vor allem von Privatanlegern, sagte Norbert Empting von der Börsenmakler Schnigge AG. Kaum Umsatz verzeichneten beide auf den vorbörslichen Handel spezialisierten Häuser hingegen bei den Aktien der Deutschen Börse AG.

Empting verzeichnet für die Hönle-Aktie seit Tagen starke Nachfrage vor allem von privater Seite. Der in der Spitze bei 16,50 Euro liegende Preis des Titels sei auch gegen Gewinnmitnahmen, wie sie traditionell bei Bekanntgabe des Ausgabepreises einsetzten, gut gewappnet. Es gebe ausreichend limitierte Kauforder, die ein Abrutschen des Kurses zunächst verhindern würden, sagte er. Er erwartet für Dienstag die Bekanntgabe eines Emissionspreises bei zwölf Euro. Ein Preis etwas unterhalb dieses Maximalwertes halte er aber "optisch" und für den weiteren Kursverlauf für günstiger. Lütke-Bornefeld geht davon aus, dass die Aktie gute Chancen hat, am Mittwoch auf dem Niveau von 16,00 Euro am Neuen Markt zu eröffnen. Ein solcher Start würde dem Emissionsgeschäft gut tun und auch der folgenden Emission von sunways etwas Rückenwind geben. Der Hersteller von Solarzellen sunways AG präsentiert sich am 30. Januar den Anlegern. Wie es aus Unternehmenskreisen hieß, wird die Zeichnungsfrist kurz danach anlaufen.

Dünn ist nach Angaben der Händler hingegen die Nachfrage nach Aktien der Deutschen Börse AG, die seit diesem Montag in einer Spanne von 285 bis 335 Euro angeboten werden. Vorbörslich stehen die Aktien bei Schnigge 330 zu 350 Euro. Die geringen Umsätze seien nicht verwunderlich, schließlich sei das Konsortium bei dem Börsengang sehr groß. Die bei der für den Amtlichen Handel bestimmten Aktie engagierten Institute böten ihren Kunden traditionell keine Möglichkeit, in der Vorbörse zu handeln, hieß es. Außerdem sei die Aktie absolut betrachtet auch sehr teuer, was größere Umsätze verhindere.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×