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04.04.2003

11:28 Uhr

Drei europäische Arbeitgeber

Peter Arnett bleibt nicht arbeitslos

Wenige Tage nach seinem Rauswurf beim US- Fernsehsender NBC hat der Kriegsreporter Peter Arnett drei neue Arbeitgeber in Europa. Nach der britischen Zeitung "Daily Mirror" nahmen ihn auch das griechische und das belgische Fernsehen unter Vertrag.

HB/dpa HAMBURG. Am Donnerstagabend wurde der frühere CNN-Korrespondent erstmals direkt aus Bagdad in die Hauptnachrichtensendung des flämischen Privatsenders VTM zugeschaltet. Auch das staatliche griechische Fernsehen (ERT-NET) hatte den Pulitzer-Preisträger am Donnerstagabend verpflichtet. Die Zusammenarbeit soll nach einer Mitteilung des Senders "für den Zeitraum des Krieges im Irak" andauern.

Der gebürtige Neuseeländer Arnett hatte dem irakischen Staatsfernsehen ein Interview gegeben und darin die Kriegsstrategie der USA kritisiert. Danach war er von den US-Fernsehsendern NBC und MSNBC sowie vom "National Geographic Explorer" fristlos gekündigt.

Inzwischen wurde Arnett auch zum Kronzeugen im Streit zwischen den großen US-Nachrichtensendern um die Irak-Berichterstattung bemüht. Der konservative Sender Fox News warf seinem Konkurrenten MSNBC in einer Werbekampagne indirekt Vaterlandsverrat vor. In einer Fox - Anzeige war Arnett zu sehen. "Er hat gesagt, dass Amerikas Krieg gegen den Terrorismus gescheitert ist. Er verunglimpfte Amerikas Führung. Und er arbeitete für MSNBC", hieß es in der Werbung.

Arnett war im Golfkrieg vor zwölf Jahren weltweit bekannt geworden, weil er als einer von wenigen Korrespondenten - damals für CNN - aus Bagdad berichtet hatte. Er war der erste, der vor knapp zwei Wochen aus Bagdad die ersten Raketeneinschläge und damit den Kriegsbeginn gemeldet hatte.

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