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22.03.2003

18:05 Uhr

Drei Journalisten im Süden Iraks vermisst

Australischer Journalist durch Autobombe getötet

Bei einem Bombenanschlag auf ein Auto im Norden Iraks ist ein australischer Journalist und ein weiterer Mensch getötet worden.

HB/rtr HALABJA. Der 39-jährige Journalist habe als Kameramann für die australische Station ABC gearbeitet, teilte der Sender am Samstag mit. Nach Angaben der britischen Fernsehgesellschaft ITN wurden im Süden Iraks drei Journalisten des Senders vermisst, nachdem ihr Fahrzeug unter Beschuss geraten war. Dutzende Journalisten begleiten die US-amerikanischen und britischen Soldaten an die verschiedenen Frontabschnitte in Irak oder berichten aus der Hauptstadt Bagdad.

Der Überfall im Nordirak ereignete sich nach Angaben der Organisation "Reporter ohne Grenzen" an einem Kontrollpunkt nahe des Dorfes Churmal. ABC teilte mit, der Journalist sei als freier Kameramann für den australischen Sender tätig gewesen. Zunächst hatte es geheißen, der Journalist habe für den US-Sender ABC gearbeitet.

Vertreter der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) sagten, bei dem Anschlag seien mindestens acht weitere Menschen verletzt worden. Sie machten die militante Moslem-Gruppe Ansar el Islam für den Anschlag verantwortlich. Die Gruppe verfügt nach Einschätzung der US-Regierung über Verbindungen zur El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden.

Wie der Sender ITN in London mitteilte, wurde das Fahrzeug seiner Journalisten auf dem Weg in die Stadt Basra beschossen. Ein Mitglied des Teams habe sich verletzt retten können, jedoch nicht erkannt, was mit seinen Kollegen geschehen sei. Das Fahrzeug der Journalisten sei in einen Graben gefahren und dann explodiert nachdem es von irakischen Autos verfolgt worden sei.

Bei den Journalisten handelt es sich ITN zufolge um den Korrespondenten Terry Lloyd und dessen Kollegen Fred Nerac und Hussein Othman. Dutzende Journalisten begleiten die US-amerikanischen und britischen Soldaten an die verschiedenen Frontabschnitte in Irak.

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