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11.02.2003

14:08 Uhr

Drei Monate Übergangsfrist

Anflugrouten müssen erneut geprüft werden

Am Frankfurter Flughafen sind die vor knapp zwei Jahren eingeführten An- und Abflugrouten über den Taunus wegen Versäumnissen bei der Planung nach einem Urteil des hessischen Verwaltungsgerichtshofs rechtswidrig.

Reuters KASSEL. Die Strecken dürften daher nur noch für eine Übergangszeit von drei Monaten weiter benutzt werden, entschied das Gericht in Kassel am Dienstag. Während dieser Frist müsse das Luftfahrtbundesamt nach einer schonenderen Alternative für An- und Abflüge in nördlicher Richtung suchen. Ergebe sich auch aus dieser erneuten Prüfung keine weniger belastende Variante, könne die Behörde allerdings auch die bisherigen Routen bestätigen. Gegen die seit April 2001 genutzten und von Beginn an heftig umstrittenen Taunus-Routen hatten sieben Kommunen sowie vier Privatleute aus dem Taunus geklagt. Bis zur Neuordnung der Flugrouten, die Teil einer Optimierung des Luftstraßennetzes über ganz Europa war, waren die Taunusgemeinden weitgehend vom Fluglärm verschont geblieben. (Az.: zwei A 1062/01 und zwei A 1569/01).

Nach Ansicht des VGH hat das Luftfahrt-Bundesamt bei der Planung der An-und Abflugrouten die besonderen topografischen Verhältnisse im Taunus nicht ausreichend berücksichtigt. Die Lärmminderung, die sonst mit zunehmender Flughöhe eintrete, werde hier durch den steilen Anstieg des Geländes weitgehend neutralisiert. Deshalb müsse die Streckenführung unter Berücksichtigung der realen Flughöhen über Grund von der Behörde erneut geprüft und festgelegt werden. Eine Revision gegen dieses Urteil ließ der VGH nicht zu. Gegen diese Nichtzulassung können die Beteiligten jedoch Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig einlegen.

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