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04.07.2000

10:53 Uhr

ap FRANKFURT/MAIN. Spekulationen über eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die Dresdner Bank haben den Kurs der Commerzbank-Aktie kräftig beflügelt. Das Papier legte am Dienstag kurz nach Handelsbeginn um 4,59 % zu. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" erwarten informierte Kreise, dass die Dresdner Bank eine Übernahmeofferte an die Aktionäre abgeben wird. Eine Dresdner-Bank-Sprecherin sagte, zwar komme der Vorstand zu seiner wöchentlichen Dienstagssitzung zusammen. Es sei aber nicht richtig, dass dabei über ein formelles Übernahmeangebot für die Commerzbank gesprochen werde.

Die Commerzbank wollte den Bericht nicht kommentieren. In Bankenkreisen hieß es aber, mit derartigen Spekulationen solle offenbar der Kurs des Papiers nach oben getrieben werden. Das komme vor allem dem Commerzbank-Großaktionär Cobra zu Gute.

Der Geschäftsführer der Gruppe, Hansgeorg Hofmann, hatte wiederholt gedroht, einer Fusion der Bankhäuser, die nicht im Interesse der Aktionäre sei, die Zustimmung zu verweigern. Mit einer Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche werde nun versucht, die Gruppe zum Rückzug zu bewegen, schrieb das Blatt. Dabei werde auch über Abfindungsangebote für einzelne Aktionäre nachgedacht. Wenn die Front der Cobra-Aktionäre nicht ins Wanken gebracht werden könne, sei ein formelles Übernahmeangebot der Dresdner Bank an alle Commerzbank-Aktionäre nicht ausgeschlossen, berichtete das Blatt unter Berufung auf informierte Banker.



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