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17.01.2001

08:49 Uhr

Dresdner Bank im Blickpunkt

Deutsche Aktien nach Intel-Zahlen gut behauptet erwartet

Die deutschen Standardwerte dürften nach Einschätzung von Händlern am Mittwoch gut behauptet in die Sitzung starten. Grund für die positive Tendenz seien am Vorabend veröffentlichte Geschäftszahlen des US-Chipherstellers Intel, die besser als von Analysten ausgefallen waren, hieß es.

Reuters FRANKFURT. "Die Zahlen waren marginal besser, man muss sehen, inwieweit sich nun die gute Stimmung halten lässt", sagte ein Frankfurter Börsianer. Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 08.30 Uhr mit 6540 Punkten, nach einem Schluss von 6502 Zählern am Dienstag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 6538 Punkten.

Der weltgrößte Chiphersteller Intel Corp hatte am Dienstagabend nach US-Börsenschluss mitgeteilt, im vierten Quartal seinen Gewinn etwas stärker als von Branchenexperten erwartet gesteigert zu haben, allerdings im laufenden Quartal von einem Umsatzrückgang von 15 % auszugehen. Im abgelaufenen Quartals 2000 sei ohne Aufwendungen für Zukäufe ein Gewinn je Aktie von 38 Cents erwirtschaftet worden, verglichen mit 34 Cents im Vorjahr. Analysten hatten zuletzt mit einem Gewinn je Aktie von 37 Cents gerechnet. Bei einer weiteren Abschwächung in der PC-Industrie halten Experten nun rückläufige Wachstumsraten in der Branche für möglich.

Im Dax könnten die Titel der Dresdner Bank im Interesse der Anleger stehen. Das Finanzinstitut will sich eigenen Angaben zufolge außerhalb Europas aus dem klassischen Kreditgeschäft zurückziehen und dabei etwa 600 Stellen streichen. Betroffen seien vor allem die Regionen Nordamerika und Asien, teilte die Bank am Dienstagabend in Frankfurt mit. Dort werde sich das Geldinstitut auf den Kerngeschäftsbereich Investment Banking konzentrieren. Die Dresdner Bank verspricht sich von dem Vorhaben den weiteren Angaben zufolge jährliche Kosteneinsparungen von rund 80 bis 100 Mill. Euro.

Der Energiekonzern E.ON führt nach eigenen Angaben erste Gespräche mit dem britischen Stromversorger Powergen zur Prüfung strategischer Optionen zum Ausbau des Energiegeschäfts. Es sei jedoch nicht absehbar, ob die Gespräche mit Powergen zu einem positiven Abschluss führten, teilte E.ON am späten Dienstagabend mit.

Der Vorstandschef des Bauelemente-Herstellers Epcos AG , Klaus Ziegler, erwartet für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2000/01 eine Abschwächung des Auftragseingangs. Im dritten Quartal würden die Bestelleingänge dann aber wieder zulegen, sagte Ziegler der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zugleich bekräftigte Ziegler für das Ende Dezember abgeschlossene erste Quartal bereits genannte Umsatzprognosen, ohne absolute Zahlen zu nennen.

Der Euro hat sich im asiatischen Handel am Mittwoch über der Marke von 94 Cents gehalten. Händler sagten, die Gemeinschaftswährung wurde durch Spekulationen gestützt, asiatische Notenbanken wollten den Anteil ihrer in Euro gehaltenen Währungsreserven aufstocken. Gegen 8.40 Uhr MEZ notierte der Euro mit 0,9411/14 $ kaum verändert zu seinem Schlusskurs in New York von 0,9423/28 $.

Der Aktienmarkt in Tokio hat sich am Mittwoch freundlich präsentiert. Die Ankündigung von Japans größtem Autohersteller Toyota Motor, zwei Mrd. Aktien zurückzukaufen, um die Befürchtungen an den Märkten vor einem Überangebot an Aktien wegen möglicherweise bevorstehenden Verkäufen durch Banken zu mildern, sei vom Markt postitiv aufgenommen worden, sagten Händler. Der Nikkei Index schloss 0,61 % fester mit 13 667,63 Punkte.

Der Aktienmarkt in Hongkong hat am Mittwoch schwächer tendiert. Der Hang Seng Index notierte 1,19 % tiefer bei 15 180 Zählern. Befürchtungen über eine strengere Vorgehensweise Chinas bei Aktienkursmanipulationen hätten den Markt belastet, sagten Händler.



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