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02.01.2003

11:06 Uhr

Drittes Unglück vor Dünkirchen

Küstenwache: Keine Umweltkatastrophe im Ärmelkanal

Beim dritten Schiffsunglück vor Dünkirchen ist der Ärmelkanal einer Umweltkatastrophe größeren Ausmaßes wahrscheinlich knapp entkommen. Aus dem türkischen Tanker "Vicky", der am Mittwochabend mit dem Wrack eines vor Weihnachten gesunkenen Autotransporters kollidierte, trete entgegen ersten Befürchtungen kein hochexplosives Kerosin aus, sagte ein Lotse der belgischen Küstenwache in Ostende. Dies hätten erste Untersuchungen ergeben.

Die "Vicky" geht unter. Foto: dpa

Die "Vicky" geht unter. Foto: dpa

HB/dpa BRÜSSEL/LONDON/DÜNKIRCHEN. Der flämische Rundfunk meldete am Morgen, das Schiff liege nahe der Unglücksstelle bei Dünkirchen vor Anker und solle bei Tageslicht erneut inspiziert werden.

Die französischen Behörden hätten das verunglückte Schiff mit 70 000 Tonnen Kerosin an Bord noch in der Nacht umrundet, um mögliche Schäden festzustellen. Dabei sei keine austretende Ladung festgestellt worden, hieß es aus Ostende. Zuvor hatte es eine Warnung wegen Kerosingeruchs gegeben.

Unklar blieb weiterhin, wie es zu einer erneuten Kollision mit dem Wrack des Mitte Dezember gesunkenen Autotransporters "Tricolor" kommen konnte. Die "Tricolor" war nach dem Zusammenstoß mit einem Containerfrachter mit fast 3000 fabrikneuen Autos an Bord gekentert. Sie liegt auf der Backbordseite und ragt wegen der geringen Tiefe der viel befahrene Fahrrinne knapp über die Wasseroberfläche hinaus.

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