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24.01.2001

10:20 Uhr

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Dürr legt zweistellig zu

Der Technologiekonzern Dürr AG hat im vergangenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um mehr als die Hälfte gesteigert und erwartet auch in 2001 weitere Zuwächse. Der Konzern gab am Mittwoch in Stuttgart bekannt, nach vorläufigen Zahlen seien die Erlöse um 54 % auf 1,89 Mrd. Euro geklettert.

Reuters STUTTGART. Der Auftragseingang habe um 74 % auf 1,95 Mrd. Euro zugenommen. Auch beim Vorsteuergewinn sei wie geplant ein prozentual zweistelliges Plus erzielt worden. Nach den Zukäufen der Vorjahre stehe im laufenden Geschäftsjahr die Verbesserung der Margen im Vordergrund.

Dürr AG - Intraday-Chart

Dürr teilte weiter mit, der Auftragsbestand habe mit einem Zuwachs von 49 % auf 1,11 Mrd. einen neuen Rekordwert erreicht. Für die Zukäufe des Jahres 2000 habe der Konzern eine Summe von 229 Mill. Euro investiert. Dürr hatte im vergangenen Jahr den Darmstädter Maschinenbauer Carl Schenck AG erworben sowie die französische Alstom Automation zur Hälfte übernommen. Der Schenck-Konzern sei seit ab dem 1. April 2000 in der Konzernbilanz konsolidiert und habe im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 24 % auf 578 Mill. Euro erhöht, hieß es. Die mittlerweile in Dürr-AIS umbenannte Alstom Automation sei in der Bilanz at equity berücksichtigt.

Zur Ertragssituation gab Dürr lediglich bekannt, der Vorsteuergewinn sei prozentual zweistellig gewachsen. Auch beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) und vor Abschreibungen (Ebitda) seien deutliche Zuwächse erreicht worden, hieß es. Im Jahr 1999 hatte Dürr ein Ergebnis vor Steuern von 35,6 Mill. Euro ausgewiesen.

Der größte Geschäftsbereich Paint Systems habe mit einem Umsatz von 904 Mill. Euro den Vorjahreswert um 24 % übertroffen. Zum Jahresbeginn habe der Konzern in dieser Sparte vom ABB-Konzern die Lizenz für das Tauchlackierverfahren RoDip sowie die deutsche Gesellschaft ABB Paint Automation erworben, die für 2001 Erlöse von rund 50 Mill. Euro erwarte.

Im laufenden Geschäftsjahr rechne der Systemanbieter für die Automobilindustrie mit einem zweistelligen Wachstum beim Umsatz und Ergebnis, hieß es. Die Weltfahrzeugproduktion werde erneut auf hohem Niveau liegen. Neben einem wachsenden Anteil an Dienstleistungen sehe der Konzern auch Wachstumspotenziale durch die zugekauften Firmen. Nach der Einkaufstour der Vorjahre wolle sich Dürr nun auf eine Verbesserung der Ertragssituation konzentrieren.

An der Frankfurter Börse legten die Aktien der Gesellschaft am Mittwochmorgen um 1,72 % auf 23,70 Euro zu.

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