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08.02.2001

16:11 Uhr

Duma verabschiedet entsprechendes Gesetz in erster Lesung

Russland reduziert Werbung im Fernsehen und Radio

Das russische Unterhaus verabschiedete in erster Lesung ein entsprechendes Gesetz. Kinder- und Erziehungsprogramme sowie religiöse Sendungen dürfen danach überhaupt nicht unterbrochen werden. Besonders die Kommunistische Partei unterstützte das Gesetz.

afp MOSKAU. Im russischen Fernsehen sollen Spielfilme nach dem Willen des Parlaments in Zukunft nicht mehr durch Werbung unterbrochen werden. Die Duma, das russische Unterhaus, verabschiedete am Donnerstag in erster Lesung einen entsprechenden Gesetzentwurf. Er sieht vor, dass auch Kinder- und Erziehungsprogramme sowie religiöse Sendungen nicht mehr von Werbeblöcken unterbrochen werden. Andere Sendungen bis zu einer Stunde dürfen danach durch Reklame höchstens in drei Teile gespalten werden. Im Radio soll es nach dem Entwurf verboten sein, während der Übertragung von Konzerten oder Theaterstücken zu werben.

Für den Entwurf, der mit 275 gegen 73 Stimmen verabschiedet wurde, hatte sich vor allem die Kommunistische Partei stark gemacht. "Die meisten Produkte, für die geworben wird, kann sich die Mehrheit der Russen sowieso nicht leisten", sagte der kommunistische Abgeordnete Nikolai Arefew zur Begründung. Die Gegner des Vorschlages gaben zu bedenken, dass durch das Werbeverbot den Rundfunkanstalten die finanziellen Mittel fehlen könnten, um Filmrechte zu kaufen.

In einer weiteren Abstimmung votierten 258 von 450 Duma-Abgeordneten ebenfalls in erster Lesung für ein völliges Verbot von Tabakwerbung. Der Abgeordnete Nail Chusnutdinow nannte die Tabakwerbung einen Hauptgrund dafür, dass die Zahl der Raucher weiter zunehme. Die Gesetzentwürfe müssen zur Verabschiedung in drei Lesungen angenommen und dann von Präsident Wladimir Putin gebilligt werden.

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