Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.01.2003

15:40 Uhr

Durchsuchung bei Reemtsma

Imperial Tobacco bestreitet Verkäufe in den Irak

Nach der Durchsuchung bei der Tabakfirma Reemtsma wegen des Verdachts des Zigarettenschmuggels hat der britische Mutterkonzern Imperial Tobacco bestritten, Zigaretten in den Irak verkauft zu haben.

Reuters LONDON. Imperial Tobacco teilte am Mittwoch weiter mit, dass weder Mitarbeiter von Reemtsma oder Imperial noch Reemtsma-Chef Manfred Häussler, verhaftet worden seien. "Imperial Tobacco möchte klarstellen, dass das Unternehmen keine Zigaretten in den Irak verkauft, weder direkt noch indirekt, noch war Herr Häussler in den Verkauf von Zigaretten in den Irak verwickelt."

Am Dienstag hatten hunderte Zollfahnder im Großraum Hamburg die Zentrale von Reemtsma sowie Büros und Privatwohnungen wegen des Verdachts auf illegale Export von Zigaretten in den Irak sowie Zigarettenschmuggels durchsucht. So sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hamburg im Jahr 2000 über eine türkische Firma rund 18 Millionen Zigaretten im Wert von etwa 270 000 Dollar illegal in den Irak gelangt sein. "Eine Zahl von Reemtsma-Managern, inklusive Herrn Manfred Häussler, ist im Zusammenhang mit den Untersuchungen angeklagt worden," hatte Imperial am Dienstag mitgeteilt.

Ein Sprecher des zuständigen Zollfahndungsamt Essen sagte am Mittwoch, die Ermittlungen hätten bislang keine neuen Erkenntnisse ergeben. Derzeit durchsuchten noch rund 300 Zollfahnder und Spezialisten der Landes- und Bundeskriminalämter die Reemtsma-Zentrale in Hamburg.

Imperial hatte Reemtsma im Frühjahr 2002 von Tchibo und der Familie Reemtsma erworben. Nach Angaben von Imperial erfolgten die angeblichen Verstöße bei Reemtsma vor der Übernahme.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×