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07.07.2000

21:04 Uhr

esDÜSSELDORF/MÜNCHEN. Mit einer Expansion in neun Länder will das dänische Unternehmen Netdoktor den europäischen Markt für Gesundheitsdienste im Internet erschließen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Kopenhagen wurde von dem Mediziner Dr. Carl J. Brandt und dem Journalisten Rune Beach gegründet. Im Juni 1998 ging es in Dänemark erstmalig ins Netz. Die Unternehmensidee ist, das Fachchinesich der Ärzte in verständliche Sprache zu übersetzen und so zur Gesundheitsaufklärung der Patienten beizutragen. Beispielsweise können sich die Nutzer unter der Adresse: www.netdoktor.de über Fachbegriffe und Medikamente informieren.

Fianzierung duch Venture-Capital

Seit Herbst 1999 ist die Venture-Capital-Gesellschaft Apax Patners zu 50% beteiligt und finanzierte den Start des Unternehmens. Die anderen 50% sind im Besitz von Gründern und Management. Seit Venture Capital fließt, expandiert das Unternehmen schnell. Im Zeitraum von Oktober 1999 bis Februar 2000 ist Netdoktor mit seinem Angebot in fünf weiteren Ländern vertreten. In Norwegen, Schweden, Österreich, Deutschland und England ist die Kommunikation zwischen Arzt und Patient nun verbessert, so hoffen die Gründer und Mitarbeiter. Eine weitere Erschließung des europäischen Marktes ist nach Auskunft des Geschäftsführers und Arztes Dr. Markus Kirchgeorg in Kürze geplant.

Verhandlungen mit Krankenkassen

Das Angebot, das noch kostenfrei für den Nutzer ist, wird zurzeit weitgehend aus dem Venture Capital finanziert. Zur Finanzierung des Unternehmens sind kostenpflichtige Internetdienstleistungen geplant. Die, so hofft das Unternehmen, von Versicherern übernommen werden. Mit den privaten sowie den gesetzlichen Krankenkassen stünde man in Verhandlung, so Geschäftsführer Kirchgeorg. Aber auch Unternehmen aus der Technologie-, Medien sowie der Health Care Branche kämen als Kooperationspartner und Investoren in Frage und zeigten bereits großes Interesse an dem Produkt.

Börsengang geplant

Zu 45% soll sich Netdoktor durch E-commerce tragen. "Im Jahr 2002 wollen wir die Gewinnschwelle überschreiten und einen Gewinn in zweistelliger Millionenhöhe erreicht haben" sagt Kirchgeorg. Der Börsengang ist Ziel des Unternehmens. "Wir wollen den Börsengang aber noch nicht ankündigen, damit wir ihn nicht wie andere Unternehmen widerrufen müssen. Wir warten, bis sich die Börse erholt hat," so der Netdoktor-Geschäftsführer Kirchgeorg weiter.

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