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26.07.2000

15:28 Uhr

vwd BERLIN. Die Herlitz AG, Berlin, erwartet durch das geplante Joint Venture mit der Fiege Gruppe, Greven, eine mittelfristige Verbesserung des Konzernergebnisses im zweistelliger Mill.-DEM-Höhe. Dieser Effekt durch Mieteinnahmen und Kostensenkungen werde sich aber voraussichtlich erst im Jahr 2002 voll in der Bilanz niederschlagen, sagte Vorstandsvorsitzender Werner Eisenhardt am Mittwoch in Berlin. Erste Auswirkungen seien aber schon für das kommende Jahr zu erwarten. Zur Zeit koste Herlitz das Logistikgeschäft nach Abzug der Erträge etwa 110 Mill. DM pro Jahr, wovon etwa 50 Mill. DM auf Immobilienkosten im Großraum Berlin entfallen.

Hauptkostenfaktor ist dabei der 1994 eröffnete Gebäudekomplex in Falkensee mit einer Nutzfläche von etwa 160 000 qm auf einem 420 000 qm großen Grundstück. Die dort vorhandenen Kapazitäten würden nur zur Hälfte genutzt, sagte Eisenhardt. Dies soll sich durch das neue Joint Venture "Fiege netcom GmbH & Co KG", an dem Herlitz 49 % hält, ändern. Die restlichen Anteile gehören der im Familienbesitz befindlichen Fiege Gruppe, die für das laufende Jahr einen Umsatz von etwa 2,1 Mrd. DM und eine Umsatzrendite von drei bis vier Prozent nach Steuern anstrebt. Das Unternehmen erbeitet nach eigenen Angaben u.a. für Karstadt, Kaufhof und Neckermann.

Geschäftsführer Heinz Gräber kündigte an, einen Teil des Geschäftes aus dem Fiege-Zentrum in Ibbenbüren nach Berlin zu verlagern. Insgesamt strebt das Joint Venture ein Geschäftsvolumen im dreistelligen Mill.-DEM-Bereich und eine Umsatzverdoppelung am Standort Falkensee an. Geplant ist ferner der Verkauf des Logistik-Zentrums an einen Investor, was den Schuldenberg und damit auch die Zinslast von Herlitz verringern würde. Der Papierhersteller hatte 400 Mill. DM für den Bau des Objektes investiert. Angaben zu dem zu erzielenden Erlös wollte Eisenhardt nicht machen. "Die Gespräche laufen, aber wir haben keinen Zeitdruck", sagte der Vorstandsvorsitzende.

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