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08.04.2003

13:10 Uhr

Ehemaliger Ölmanager rückt an die Spitze

Neuer Chef soll internationale LSE-Strategie stärken

Die London Stock Exchange (LSE), Europas größte Aktienbörse, will mit der Ernennung eines kaum bekannten ehemaligen Ölmanagers zum neuen Firmenchef ihre internationale Expansionsstrategie vorantreiben.

Reuters LONDON. Chris Gibson-Smith werde im Juli das Amt des Chairman von Don Cruickshank übernehmen, teilte die LSE am Dienstag in London mit. Cruickshank hat in seinen drei Jahren an der Firmenspitze versucht, die Strategie der LSE neu zu ordnen, nachdem 2000 der Versuch, mit der Deutsche Börse AG zu fusionieren, gescheitert war. Auch der Versuch der LSE, die Derivatebörse LIFFE zu kaufen sowie mit der US-Technologiebörse Nasdaq zu fusionieren, schlug fehl. Seitdem hat sich die LSE eher auf kleinere Zukäufe und Kooperationen konzentriert.

Gibson-Smith ist derzeit Chairman bei dem britischen Luftverkehrkontrollunternehmen National Air Traffic Services und war zuvor Manager bei dem Ölkonzern BP. Branchenanalysten zeigten sich überrascht von der Ernennung Gibson-Smiths. Viele hatten mit der Berufung eines bekannteren Managers gerechnet. Der Name Gibson-Smith ist offenbar selbst einigen Branchenanalysten kein Begriff. "Meine erste Reaktion war in etwa so: "Wer bitte?'", sagte ein Analyst, der nicht namentlich genannt werden wollte. Ein anderer Analyst sagte, er habe keine Ahnung, wer Gibson-Smith sei.

LSE-Vorstandschefin Clara Furse begrüßte die Ernennung Gibson-Smiths und betonte die internationalen Absichten, die die Börse mit dem Manager verbinde.

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